Motor-Kaltstart nach Winterschlaf

Aus Technikwiki R129
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Text: Karl Kübler (CR11/S13 )


Da die meisten R129-Besitzer ihren Fahrzeugen über die Wintermonate mittels Saisonkennzeichen eine fünfmonatige Pause gönnen, bedeutet dies im Frühjahr einen „harten“ Start für den Motor.

Hier eine kurze Beschreibung, wie man vorgehen sollte:

  1. Batterie wieder einbauen, zuerst Plusklemme anschließen!
  2. Heizung/Klima auf „0“ stellen
  3. Starten, möglichst ohne Gas
  4. Losfahren und nur in Teillast mit wenig Gas fahren, bis Motoröltemperatur bei 80°C steht
  5. Danach kann Heizung/Klima wieder auf Normalstellung


Die Heizung/Klima sollte man beim Start deshalb ausschalten, damit der Motor schneller auf seine Betriebstemperatur kommt. Wer sein Fahrzeug auch über den Winter fährt, dem sei dies auch beim normalen, täglichen Start nach einer kalten Nacht empfohlen. Wenn die Batterie über den Winter abgeklemmt war, müssen Uhr und Radiocode eingestellt sowie bei neueren Fahrzeugen die Seitenscheiben, das ADS und das ESP neu justiert werden (Hinweise findet man dazu in der Bedienungsanleitung unter dem Punkt Batterie).

Wer im Herbst Öllappen (wegen Kondenswasser) im Endrohr der Abgasanlage und in den Ansaugstutzen des Motors gesteckt hatte, sollte diese nicht vergessen und natürlich vorher entfernen. Außerdem ist auf den richtigen Luftdruck der Reifen zu achten, bevor man „auf die Reise“ geht. Nach Berücksichtigung aller Punkte steht einer Vollgasfahrt nichts mehr im Wege.

Wer seinem Motor jedoch noch mehr Gutes tun will, der kann vor Betätigung des Anlassers die Kraftstoffzufuhr und die Zündung unterbrechen, sowie etwas dünnflüssiges Öl in die Kerzenlöcher sprühen. Das soll hier aber nicht beschrieben werden, weil sich die Technik im Laufe der R129-Produktion verändert hat und dazu Spezialwissen erforderlich ist. Diese Vorgehensweise ist nur für „Langschläfer“ von deutlich über einem Jahr Standpause sinnvoll, denn erst danach besteht das Risiko einer Unterbrechung des Ölfilm auf den Kolben-Laufflächen.


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