Luftauströmerdüsen

Aus Technikwiki R129
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Text und Fotos: Henning Lentz (2023)

Luftausstroemer Bild 3
Luftausströmer komplett mit 3D gedruckten Teilen
Luftausstroemer Bild 2
Luftausströmer zerlegt, nur Frontblende, Ansicht von hinten mit gedruckter Zahnstange und Schieber, mit horizontalen Metalllamellen, ohne vertikale Steuerlamellen
Luftausstroemer Bild 1
Luftausströmer Korpus innen, gedruckte Kunststoffsteuerlamelle mit Zahnkranz

Fehlerbild:


Nachdem bei meiner rechten Luftausströmdüse (A129 830 02 54) der Schieberegler fehlte, machte ich mich zuerst daran, den Schieber als 3D-Druck zu ersetzen. Der Schieber war auch recht schnell modelliert und aus Kunststoff gesintert. Oberfläche und Farbe erforderten jedoch noch entsprechende Nachbearbeitung bis zum gewünschten Farbton.

Aber natürlich sollte dies nur die halbe Lösung sein, denn beim Demontieren fielen die inneren Lamellenantriebe per Zahnstange und halbem Zahnrad durch Abwesenheit auf. Erst in den unergründlichen Tiefen des Luftschlauchs, gab es die ehemaligen Bestandteile und diverse Bruchstücke zu finden. Die verzahnte Lamelle und die korrespondierende Zahnstange mussten nun ebenfalls erstellt werden.



Analyse:


Kunststoffteile werden mit dem Alter keinesfalls besser, als Faustformel für Haltbarkeit gilt, Trockenheit, Kälte und vor allem Dunkelheit halten den Kunststoff lange fit. Bei der Innenaustattung, dem Armaturenbrett und allen darin verbauten Kunststoffteilen sind diese drei Punkte meist nicht gegeben.

Besonders brüchig zeigen sich daher die kleinsten und filigransten Teile, wie zum Beispiel, die Lagerungsstifte und die Aufhängungen der Kopplungsfeder an den Lamellen der Luftausströmer. Diese werden spröde, brechen und verschwinden im Lüftungskanal. Auch die Zahnantriebe an Lamelle Nr. 3 und die Zahnstange auf der Rückseite des Lüftungsschiebers verlassen gern ihre angestammten Positionen.

Maßnahme:


Für die drei Teile habe ich 3D-Dateien erstellt und getestet. Abgesehen von der Oberfläche des Schiebers ist nur wenig Nacharbeit an den anderen Rohteilen notwendig, zumal nur der Schieber direkt sichtbar ist. Beim Aus- und Einbau der kompletten Luftdüsen brechen meist auch die im Korpus eingebauten Rasten und Laschen weg. Der Druck sollte mit einer möglichst feinen Düse als Schmelzschichtung (FDM – Fused Deposition Modeling) erfolgen oder als Stereolithografie (STL, SLA). Das es um sehr feine Strukturen geht, ist dies vor dem Druck zu klären.

Sind die Schraublaschen und Rasten am hinteren Korpus des Luftausströmers gebrochen, können diese mit Lötkolben und Kunststoff repariert werden. Für die sehr feinen unteren Laschen empfiehlt es sich, eine Lasche aus Draht zu biegen und heiß einzuschmelzen.

Die sichtbaren horizontalen Lamellen an der Frontblende sind aus Metall und in der Farbe des Armaturenbretts lackiert. Diese und die Frontblende sind meist ohne Brüche, da robuster als die inneren Lamellen.

Aufwand:


Je nach Druckverfahren können unterschiedliche Kosten anfallen, für Sintermodelle kann dies schnell unrentabel sein. Eine manuelle Nachbearbeitung des sichtbaren Schiebers ist in jedem Fall notwendig. Für alle Farben, auch Schwarz, sollte der Schieber mit entsprechendem Lack nach der Bearbeitung gefärbt und mit mattem Klarlack versiegelt werden. Links zu den Modellen als Stereolithografie zum Download sind hier im Artikel.

Auf dem Sommertreffen in Seggerde 2024 war die Firma von Sabastian Schöwe vertreten, neben dem Trockeneis Strahlservice druckt er auch 3D Teile, Qualität und Preis sind sehr gut. (Link: https://trockeneis-service.de, Mail: Info@trockeneis-service.de).


Luftausströmer Steuerlamelle links 
Datei:3dModell Lamelle Links.stl 
Luftausströmer Zahnraster (links und rechts identisch) 
Datei:3dModell Zahnraster.stl
Luftausströmer Steuerlamelle rechts  
Datei:3dModell Lamelle Rechts.stl 
Luftausströmer Schieber (links und rechts identisch)
Datei:3dModell Schieber Duese.stl



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