Instandsetzung der Kabeldurchführung des Ölstandsgebers am Zylinder-Motorkurbelgehäuse

Aus Technikwiki R129
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Text und Fotos: Wolfgang Poppe (CR30/S103)

Bei der wiederkehrenden Sichtkontrolle des Fahrzeugunterbodens an meinem R129 (Typ 500SL, Bj. 1994) stellte ich fest, dass der Motor im Bereich der Ölwanne bis hin zum Getriebe leicht mit Öl verschmiert war. Als Ursache war die Kabeldurchführung des Motor-Ölstandgebers am Zylinderkurbelgehäuse schnell detektiert. Neben der Ölverschmutzung hat die permanente leichte Ölleckage auch den äußeren Stecker und das angeschlossene Kabel beeinträchtigt. Durch den Ölkontakt waren die Gummiteile am Anschlussstecker und die Kabelisolierung brüchig geworden (Bild 1: vor Reparatur).

Bild 1 vor Reparatur
Bild 1 vor Reparatur
Bild 2 Sicht in Kurbelgehäuse
Bild 2 Sicht in Kurbelgehäuse


Die Reparatur war einfach und ich konnte sie deshalb (mit ein paar Tipps unserer Technikexperten in Oppenweiler) selbst durchführen. An Ersatzteilen wurden die Dichtung der Ölwanne sowie die zwei defekten O-Ringe für die Kabeldurchführung und ein neuer Anschlussstecker benötigt.

Im Zuge des Motor-Ölwechsels wurde nach dem Ablassen des Motoröls die Ölwanne abgeschraubt. Danach war der Blick in das Zylinderkurbelgehäuse offen und die innere Seite der Kabeldurchführung zu sehen. Nachdem der äußere Stecker und auch die äußere Sicherung abgezogen waren, ließ sich die Kabeldurchführung (Bild 2: Sicht in Kurbelgehäuse) in den Kurbelgehäuseraum zurückziehen (Bild 3: Reparaturteil).

Bild 3 Durchführung-Reparaturteil
Bild 3 Durchführung-Reparaturteil
Bild 4 nach Reparatur
Bild 4 nach Reparatur


Man sah, dass der Gummi der abdichtenden O-Ringe über die Jahre spröde und hart geworden war und so seine Dichtwirkung verloren hat. Nach dessen Austausch erfolgte die Remontage in umgekehrter Reihenfolge. Im Anschluss reparierte ich noch den Kabelanschluss (Bild 4: nach Reparatur). Für die Reparatur werden circa zwei Stunden Zeit benötigt.


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