Tipp für den Notfall: die Dach-Notverriegelung
Text und Fotos: Karl Kübler (CR20/S21)
Jeder kennt das Problem oder hat sich darüber schon Gedanken gemacht:
Was mache ich, wenn mich in freier Wildbahn plötzlich ein Platzregen überrascht?
Einfach rechts ran und Knopf drücken.
Was aber, wenn die Dachhydraulik ihren Dienst plötzlich versagt?
Dann muss alles sehr schnell gehen, bevor die „Badewanne“ voll gelaufen ist. Ganz clevere Zeitgenossen haben die Bedienungsanleitung und den Spezialschlüssel zugänglich im Fahrzeug abgelegt, an einer Ablage, die auch bei voll beladenem Kofferraum sofort und immer zugänglich ist. Trotzdem weiß ich aus vielen Gesprächen, dass oft die Bedienungsanleitung und der Spezialschlüssel nicht mehr vorhanden sind, oder dass man nicht weiß, wo die Dinge liegen und wo man in der Not „angreifen“ muss.
Schritt 1:
Das geöffnete Verdeck liegt unter der Verdeckkastenklappe, die links und rechts mit einem Schloss verriegelt ist (Achtung: ab Mopf I nur noch ein Schloss rechts). Ein Bild zeigt zur Verdeutlichung den Raum hinter dem Überrollbügel, wo der Ent- und Verrriegelungsbolzen liegt. Wenn der Spezialschlüssel auf dem Bolzen aufgesteckt ist, das Schoss entiegeln, der Verdeckkastendeckel springt etwas auf.
Schritt 2:
Nun kann man den Verdeckkastendeckel nach hinten hochklappen und das Verdeck mühelos herausheben und nach vorne zur Windschutzscheiben klappen. (Achtung: Die Verdeckhydraulik ist nur bei Motor aus drucklos).
Schritt 3:
Vorne oben am Windschutzscheibenrahmen befinden sich zwei Schlösser, wo das Verdeck verriegelt wird. Die Zugänglichkeit zum Verriegeln befindet sich hinter den Sonnenblenden und hinter den Verschlussstopfen. Hier kann man den Spezialschlüssel mit seinem Sechskant ansetzen und die Schlösser verriegeln.
Nun muss nur noch der Verdeckkastendeckel und das Dach-Hinterteil fest und von Hand in die Schlösser gedrückt werden.
Diese Beschreibung war für die Notverriegelung. Umgekehrt (Dach öffnen) geht es im Prinzip genauso, mit dem Unterschied, dass die Schlösser des Dach-Hinterteils vom Kofferraum aus entriegelt werden müssen (Achtung: Ab Mopf I sind die Öffnungen der Verkleidung entfallen). Das Wichtigste ist, dass man „im Schlaf“ weiß, wo der Spezialschlüssel an den Schlössern anzusetzen ist.
Für viele ist das natürlich kein Thema, trotzdem wäre den RT´s wärmstens zu empfehlen, an einem Workshop oder Clubabend dazu eine Demonstration vorzuführen. Man wird sich über die erstaunten Blicke wundern.
Probiert es einfach immer wieder mal aus, dann kann man getrost einer schwarzen Wolke entgegenfahren.
Technik-Workshop des RT Aachen - Manuelle Verdeckbetätigung
Text und Fotos: Silvia Böhmer & Frank Risse (CR21/S48)
Auf dem Technik-Workshop hatte Peter Böhmer auch die manuelle Verdeckbetätigung im Detail vorgestellt. Alle Verdeckschlösser waren als ausgebaute Modelle übersichtlich auf der Werkbank vorbereitet und wurden sowohl am Modell als auch an einem „lebenden“ R129 erläutert [siehe Bilder 08 bis 11]. Weiter wurden die Unterschiede zwischen den Modellpflegezyklen (Vor-Mopf, Mopf1, Mopf2) im Detail vorgestellt. Dabei wurde wieder einmal klar, wie viel Technik da im Verborgenen werkelt und brav dem trickreichen Ablauf folgt – zumindest meistens.
Da in der vorigen Ausgabe 20 des Classic Roadster auf Seite 21 bereits eine kompakte Anleitung zur Notbetätigung des Verdecks von Karl Kübler vorgestellt wurde, soll hier keine Wiederholung erfolgen. Ein ausführlicher Bericht inklusive detaillierter Anleitung zum manuellen Schließen und auch wieder Öffnen des Verdecks sowie Ent- und Verriegelungsunterschiede der Mopf-Varianten liegt jedoch auf der R129SL-Clubseite unter [1] bereit.










