M112/M113
Wasserpumpe
Text und Fotos: Heinrich Kornek (CR32/S27)
Vor unserer Ausfahrt zum Lago Maggiore habe ich den Motor meines SL 500 Baujahr1999, Kilometerstand 131.200, ordentlich durchgecheckt. Die üblichen Arbeiten wie Ölwechsel, Bremsflüssigkeits- und Kühlwasserkontrollen wurden durchgeführt.
Fazit: alles ok.
Durch einen Zufall bewegte ich das Lüfterrad vor dem Kühler und siehe da, die Welle der Wasserpumpe hatte „Spiel“. Bei laufendem Motor konnten keine Geräusche und kein Kühlwasserverlust festgestellt werden.
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Die Ausfahrt stand jedoch vor der Tür, und ich entschloß mich, die Wasserpumpe (Teile Nr. A112 201 03 01) zu ersetzen. Die Kunststoffabdeckung vor dem Kühler, den Spritzschutz im Radkasten, das Flügelrad sowie den Keilriemen habe ich demontiert. Der Ausbau der Wasserpumpe ist sehr einfach und erfordert kein Sonderwerkzeug. Nachdem die Wasserpumpe demontiert war, konnte ich feststellen, dass die Reparatur längst überfällig war. Denn wie man auf den Bildern erkennen kann, waren bereits Schleifspuren/Materialabnutzungen am Flügelrad der Wasserpumpe und, was viel problematischer war, auch Schleifspuren am Motorblock sichtbar. Wasserpumpe, Umlenkrolle, Spannrolle und der Keilriemen wurden ersetzt, eine Probefahrt durchgeführt und wir konnten die Ausfahrt zum Lago Maggiore entspannt vornehmen.
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Mich verwunderte dabei, dass ich vor der Reparatur keine Geräusche der Wasserpumpe und keinen Wasserverlust feststellen konnte. Deshalb ein Tipp an alle, die das lesen: Zur Kontrolle ab und zu an dem großen, schwarzen Lüfterrad vor dem Kühler wackeln.
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Defekte Riemenscheibe
Text und Fotos: Karl Kübler & Bernd Ulrich (CR31/S88)
Auf den Bildern ist an der Riemenscheibe der Kurbelwelle des M112 (V6-Motor) deutlich zu sehen, wie sich der sogenannte Schwingungstilger (Gummi) aufgelöst hat. Dieselbe Scheibe hat auch der M113 (V8-Motor).
Man kann sich vorstellen, was passiert, wenn die Scheibe „auseinanderfliegt“. Dabei kann die Ölwanne und/oder der Steuergehäusedeckel stark beschädigt werden. Abgesehen davon, dass auch die Funktion des Riementriebs irgendwann außer Kraft ist und damit auch die Funktion des Generators (Batterie wird leergesaugt) und der Lenkhelfpumpe (Servounterstützung fällt aus).
Deshalb ist es ratsam, auch nach diesem eventuellen Schadensfall zu schauen oder schauen zu lassen.
Spannrolle des Riementriebs defekt
Text: Karl Kübler & Bernd Ulrich | Fotos: Bernd Ulrich (CR28/S77)
Hier ist am Beispiel eines M112/113-Motors ein Fall zu sehen, bei dem das Lager der Spannrolle „heißgelaufen“ ist. Die Hitzeentwicklung hat in diesem Fall die Kunststoffrolle „außer Gefecht“ gesetzt, das heißt, sie kippte ab, und der Keilriemen rutschte herunter. Somit war der komplette Riementrieb (Generator, Lenkhelfpumpe, Kühlmittelpumpe…) ohne Funktion. Dann wird die Batterie nicht mehr geladen, was besonders nachts zum Problem werden kann. Die Servounterstützung der Lenkung ist nicht mehr gegeben, die Motortemperatur steigt sehr schnell in Richtung 120 Grad Celsius und die Zylinderkopfdichtung kann deshalb in kürzester Zeit „durchbrennen“.
Bei den alten Motoren kann man teilweise eine Rolle austauschen, in diesem Fall muss jedoch das komplette Lager der Spannvorrichtung getauscht werden.
Der Austausch von Lager (drei Schrauben) und Keilriemen ist für einen Hobbyschrauber leicht zu machen.
- Zeitaufwand etwa 1 Stunde
- Preis des beschriebenen Lagers etwa 240 EUR
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Fazit: Wenn auffällige Geräusche im Bereich des Riementriebes zu hören sind, zum Beispiel ein Pfeifen, sollte man dringend nach der Ursache suchen. Denn vielleicht ist es das Lager der Spannrolle, und dann ist es an der Zeit, das Problem umgehend anzugehen, bevor es unterwegs auftritt. Mit den oben angesprochenen Tücken.








