Übergreifende Themen Fahrwerk
Fahrwerk - Aufbau, Funktion und Reparatur
von (CR29/S94)
Aktive Sicherheit im R129
Die perfekten „Helferlein“ zur Unterstützung des Fahrers
von Karl Kübler (CR10/S42)
Die „Aktive Sicherheit“ des R129 hat sich in den Jahren vor der Markteinführung und während der Serie sehr stark weiterentwickelt. Teilweise wurden Dinge aus den anderen Baureihen übernommen, teilweise war nach Serienbeginn der R129 der Vorreiter.
Diese Beschreibung beinhaltet nur Systeme, die im R129 von Serienbeginn bis Serienende, sowohl serienmäßig als auch als Sonderausstattung, verbaut wurden. Genaue Einführungsdaten im R129 sind in unserer aktuellen Kaufberatung zu finden. Viele Systeme sind inzwischen im ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) integriert worden, dürfen aber angesichts des Mitglieder-Fahrzeugbestands nicht unerwähnt bleiben. Inzwischen gibt es in den MB-Baureihen eine weitere Vielzahl von aktiven „Helfern“, wie ABC oder Distronic.
Die Fahrsysteme funktionieren natürlich nur im Rahmen der physikalischen Grenzen. Eine Haarnadelkurve mit 200 km/h ist weder mit ABS oder BAS noch mit ESP zu meistern. Trotzdem tragen diese vielen elektronischen Helfer mit einem nicht unerheblichen Teil zu einem geringeren Unfallrisiko bei.
Zur „Aktiven Sicherheit“ zählen
ABS – Anti–Blockiersystem
ABS sorgt bei einer Vollbremsung für kürzeren Bremsweg bei voller Lenkfähigkeit, d.h. man kann voll auf die Bremse treten und an dem Hindernis vorbeilenken. An den Vorderrädern und am Antrieb der Hinterachse sitzen Sensoren, welche ein Blockieren der Räder permanent überprüfen. Droht ein Blockieren, wird der Bremsdruck mittels der Elektronik zurückgenommen, das Rad dreht sich wieder und die Sensoren melden erneut „Gefahr“ und erhöhen den Bremsdruck wiede, das ganze zwölf Mal in der Sekunde. Das ist das Pulsieren im Bremspedal, das der Fahrer bemerkt – es ist sozusagen eine elektronische Stotterbremse. ABS ist inzwischen im ESP integriert.
ASD – Automatisches Sperrdifferential
Oft ist es wenig hilfreich, wenn das sonst so wichtige Hinterachsdifferential auf Eis oder Schnee ein Rad durchdrehen lässt. Dann steht das andere still. Beim Automatischen Sperrdifferential wird bei Glätte diese Ausgleichswirkung automatisch, wenn erforderlich, aufgehoben und bei stabiler Fahrt oder einer Bremsung wieder aktiviert. Es wird also bei Schnee oder Eis immer die Kraft des Antriebs auf das griffigere Rad gelenkt.
ASR – Antriebs-Schlupfregelung
Einfach ausgedrückt lässt sich mit einem „Beifuss“ mittels ASR nur so viel Leistung dem Motor entlocken, wie die Antriebsräder auf die Straße bringen können. Dies geschieht mit zwei Regelkreisen. Erstens durch Bremseingriff direkt an der Bremse und zweitens durch eine Zurücknahme des elektronischen Gaspedals. Dadurch lässt sich das Fahrzeug sehr stabil und sicher auch mit zu viel Gas anfahren. BAS – Bremsassistent
Der Bremsassistent wurde aus der Forschung heraus mittels Fahrsimulator entdeckt. Es zeigte sich, dass Fahrer einfach zögerlich zu auf die Bremse treten. Manchmal zwar sehr reaktionsschnell, aber ohne „Schmackes“. Der BAS erkennt bei einer gewissen Tretgeschwindigkeit des Pedals eine Notsituation und erbringt sofort, elektronisch gesteuert, den max. Bremsdruck. BAS ist inzwischen im ESP integriert.
BAS – Bremsassistent
Der Bremsassistent wurde aus der Forschung heraus mittels Fahrsimulator entdeckt. Es zeigte sich, dass Fahrer einfach zögerlich zu auf die Bremse treten. Manchmal zwar sehr reaktionsschnell, aber ohne „Schmackes“. Der BAS erkennt bei einer gewissen Tretgeschwindigkeit des Pedals eine Notsituation und erbringt sofort, elektronisch gesteuert, den max. Bremsdruck. BAS ist inzwischen im ESP integriert.
Bremsen
Neben dem Bremsassistent sind hier noch die optimale Bremskraftverteilung sowie die innenbelüfteten Bremsscheiben zu erwähnen. Im Sondermodell SL-Edition sind unter anderem gelochte Bremsscheiben verbaut. Diese leiten Nässe und Schmutz gut ab, so dass sofort die optimale Bremswirkung ansteht.
Bremslicht
Die später eingesetzte dritte Bremsleuchte am Heckdeckel - erst Sonderausstattung ab September 1997 dann Serie - trägt wesentlich zur Verringerung von Auffahrunfällen bei.
ESP – Elektronisches Stabilitätsprogramm
Hier wird der Fahrzeuglenker aktiv bei der Kurvenfahrt unterstützt, indem ESP das Schleuderrisiko drastisch minimiert. Dabei arbeiten die Sensoren von Lenkwinkel, Raddrehzahl, Querbeschleunigung, Drehrate, und Bremsdruck Hand in Hand. Bricht das Fahrzeug in einem riskanten Manöver aus, so wird automatisch in das Motordrehmoment und mit Bremsimpulsen an den Rädern eingegriffen. Die Bremsimpulse wirken den kritischen Drehbewegungen entgegen. ESP hat laut Statistik die Fahrunfälle deutlich reduziert. Aber nochmals: Die Physik lässt sich hier nur teilweise überlisten - eine zu stark überhöhte Kurvengeschwindigkeit kann nicht ausgeglichen werden !
Aerodynamik
Die Formgebung eines Sportwagens ist wegen seiner ungünstigen Seitenverhältnisse, wie Fahrzeug- und Reifenbreite sowie Gesamtlänge, schwieriger als bei den Limousinen. Durch intensive Untersuchungen ist es gelungen, die Werte des R107 deutlich zu unterschreiten, obwohl die Stirn-Angriffsfläche um acht Prozent gestiegen ist. Ausgedrückt wird die Windkraft in dem sogenannten Luftwiderstandsbeiwert Cw und den Auftriebswerten CAV und CAH. Langstreckenkomfort & Konditionssicherheit
Zu dem Thema eines entspannten Langstreckenfahrens zählen beispielsweise im R129 eine gute Klimaanlage, optimale Sitzposition in guten Sitzen, eventuell mit orthopädischer Multikonturfunktion. Auch Stand- und Sitzheizung kann man dazuzählen. Nicht zu vergessen sind trotzdem ausgiebige Pausen auf längeren Touren. Die Entwicklung der Langstreckenkomfort/Konditionssicherheit setzt sich in den neueren Baureihen mit vielen Beispielen fort, wie Distronic oder Sprachbedienung.
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Langstreckenkomfort & Konditionssicherheit
Zu dem Thema eines entspannten Langstreckenfahrens zählen beispielsweise im R129 eine gute Klimaanlage, optimale Sitzposition in guten Sitzen, eventuell mit orthopädischer Multikonturfunktion. Auch Stand- und Sitzheizung kann man dazuzählen. Nicht zu vergessen sind trotzdem ausgiebige Pausen auf längeren Touren. Die Entwicklung der Langstreckenkomfort/Konditionssicherheit setzt sich in den neueren Baureihen mit vielen Beispielen fort, wie Distronic oder Sprachbedienung.
Bereifung
Von ganz wesentlicher Bedeutung ist eine gute Bereifung mit dem richtigen Luftdruck. Von dem MB-Fahrwerksversuch wurde empfohlen, sich für die Serienbereifung nach den angegebenen Werten in der Tankklappe zu halten. Ganz gefährlich ist ein geplatzter hinterer Reifen - nicht der Vorderreifen, wie oft angenommen. Deshalb ist zu empfehlen, bei jedem Tankstopp kurz den Luftdruck in den Reifen rundum zu prüfen, sowie auf evtentuelle Schäden zu schauen. Dass das Profil ab vier Millimetern Tiefe kritisch wird und der Beladungszustand beachtet werden sollte, muss hier nicht explizit erwähnt werden.
Ebenfalls empfahl der MB-Fahrversuch für den R129 bei Serienbeginn die Reifenmarken in folgender Reihenfolge - Conti (komfortabel), Michelin (sportlich), Pirelli, Dunlop (aber nicht SP9000). Damit ist der beste Fahrkomfort zu erreichen. Gefährlich ist sowohl ein zu hoher, als auch ein zu niederer Luftdruck in den Reifen. Die meisten Reifenplatzer entstehen durch zu wenig Luftdruck, deshalb sollte unbedingt vor jeder Fahrt mit hohen Geschwindigkeiten der Luftdruck überprüft werden.




















