Bordnetz: Unterschied zwischen den Versionen
Konrad (Diskussion | Beiträge) |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 4: | Zeile 4: | ||
<br> | <br> | ||
<br> | <br> | ||
Unser Clubfreund Joachim Hansmann berichtete mir, dass er bei einer kleinen Tagesausfahrt mit seinem R129 SL 500, Baujahr 1992, 267. | Unser Clubfreund Joachim Hansmann berichtete mir, dass er bei einer kleinen Tagesausfahrt mit seinem R129 SL 500, Baujahr 1992, 267.000 Kilometer, die Hilfe der „gelben Engel“ in Anspruch nehmen musste. | ||
Auf dem Heimweg leuchtete im Kombiinstrument die Lichtmaschinen-Anzeige auf. Joachim schaltete sofort alle Stromverbraucher inklusive Klimaanlage ab und versuchte, auf dem schnellsten Weg nach Hause zu kommen, um sich der Sache näher widmen zu können. Leider glückte das nicht ganz, die Anzeige im Kombiinstrumentwurde immer schwächer und Joachim konnte das Fahrzeug im letzten Moment noch auf dem Randstreifen abstellen. Der Motor war ausgegangen und der ADAC musste gerufen werden. Kurze Fehlerdiagnose vom ADAC: Lichtmaschine defekt. Um den SL nach Hause bringen zu können, wurde vom freundlichen Techniker eine zweite, vollgeladene Batterie, die er an Bord hatte, parallel geschaltet und die verbleibenden zwei Kilometer konnten so zurückgelegt werden. | Auf dem Heimweg leuchtete im Kombiinstrument die Lichtmaschinen-Anzeige auf. Joachim schaltete sofort alle Stromverbraucher inklusive Klimaanlage ab und versuchte, auf dem schnellsten Weg nach Hause zu kommen, um sich der Sache näher widmen zu können. Leider glückte das nicht ganz, die Anzeige im Kombiinstrumentwurde immer schwächer und Joachim konnte das Fahrzeug im letzten Moment noch auf dem Randstreifen abstellen. Der Motor war ausgegangen und der ADAC musste gerufen werden. Kurze Fehlerdiagnose vom ADAC: Lichtmaschine defekt. Um den SL nach Hause bringen zu können, wurde vom freundlichen Techniker eine zweite, vollgeladene Batterie, die er an Bord hatte, parallel geschaltet und die verbleibenden zwei Kilometer konnten so zurückgelegt werden. | ||
| Zeile 20: | Zeile 20: | ||
|} | |} | ||
Nach Rückfragen bei MB ist eine Lichtmaschine/Generator ( | Nach Rückfragen bei MB ist eine Lichtmaschine/Generator (A008 154 42 02) im Austausch lieferbar und würde 972,95 EUR inklusive Mehrwertsteuer kosten. Nach kurzer Beratschlagung beschlossen Joachim und ich, vom Tausch der Lichtmaschine abzusehen und einen kostengünstigeren Weg zu gehen. | ||
==== Spannungsregler Tausch, Anker mit Schmirgelleinen abziehen und Prüfung der Lichtmaschine ==== | ==== Spannungsregler Tausch, Anker mit Schmirgelleinen abziehen und Prüfung der Lichtmaschine ==== | ||
Ein neuer Spannungsregler der Firma Hella wurde eingesetzt. Vor dem Einbau wurde die Lichtmaschine bei einer befreundeten BOSCH- | Ein neuer Spannungsregler der Firma Hella wurde eingesetzt. Vor dem Einbau wurde die Lichtmaschine bei einer befreundeten BOSCH-Werkstatt überprüft und für gut befunden. | ||
{| class="wikitable" | {| class="wikitable" | ||
|- | |- | ||
Version vom 19. Dezember 2023, 16:31 Uhr
Lichtmaschine
Text und Fotos: Heinrich Kornek (CR33/S58)
Unser Clubfreund Joachim Hansmann berichtete mir, dass er bei einer kleinen Tagesausfahrt mit seinem R129 SL 500, Baujahr 1992, 267.000 Kilometer, die Hilfe der „gelben Engel“ in Anspruch nehmen musste.
Auf dem Heimweg leuchtete im Kombiinstrument die Lichtmaschinen-Anzeige auf. Joachim schaltete sofort alle Stromverbraucher inklusive Klimaanlage ab und versuchte, auf dem schnellsten Weg nach Hause zu kommen, um sich der Sache näher widmen zu können. Leider glückte das nicht ganz, die Anzeige im Kombiinstrumentwurde immer schwächer und Joachim konnte das Fahrzeug im letzten Moment noch auf dem Randstreifen abstellen. Der Motor war ausgegangen und der ADAC musste gerufen werden. Kurze Fehlerdiagnose vom ADAC: Lichtmaschine defekt. Um den SL nach Hause bringen zu können, wurde vom freundlichen Techniker eine zweite, vollgeladene Batterie, die er an Bord hatte, parallel geschaltet und die verbleibenden zwei Kilometer konnten so zurückgelegt werden.
Um die Fehlerursache zu lokalisieren, wurde die Lichtmaschine unter Einsatz von WD 40 und Bremsenreiniger demontiert und von Staub und Fett gereinigt. Meine Vermutung bestätigte sich, dass der Spannungsregler (Kohlen) seinen Dienst aufgegeben hatte, denn die Kohlen waren ungleichmäßig stark abgenutzt und hatten auch Spuren auf dem Anker hinterlassen.
|
|
|
|
Nach Rückfragen bei MB ist eine Lichtmaschine/Generator (A008 154 42 02) im Austausch lieferbar und würde 972,95 EUR inklusive Mehrwertsteuer kosten. Nach kurzer Beratschlagung beschlossen Joachim und ich, vom Tausch der Lichtmaschine abzusehen und einen kostengünstigeren Weg zu gehen.
Spannungsregler Tausch, Anker mit Schmirgelleinen abziehen und Prüfung der Lichtmaschine
Ein neuer Spannungsregler der Firma Hella wurde eingesetzt. Vor dem Einbau wurde die Lichtmaschine bei einer befreundeten BOSCH-Werkstatt überprüft und für gut befunden.
|
|
|
|
Da die Umlenkrolle, der Kettenspanner und der Keilriemen erst vor kurzem ersetzt worden waren, haben wir nach kurzer Überprüfung auf den erneuten Tausch der Teile verzichtet. Unter Beachtung der Drehmomente wurde die Lichtmaschine eingebaut, der Motor gestartet und die Kontrolllampe im Kombiinstrument ist ausgegangen.
Gesamtkosten inklusive Spannungsregler und Prüfung der Lichtmaschine 50,00 Euro. Bei der Instandsetzung der Lichtmaschine/Generator wurden selbstverständlich alle Sicherheitsvorgaben beachtet.
Main Page
Ausfall der Sicherung
Text und Foto: Karl Kübler & Helmut Kisch (CR16/S15)
Obwohl die Verbindungsbrücke an einer Sicherung noch nicht „durchgeschmort“ ist und somit bei einer Sichtprüfung als intakt bewertet wird, kann es vorkommen, dass der Kontakt nicht vorhanden ist. Im vorliegenden Bild ist eine ausgebrannte Rundung zu sehen, die rund um den Punktkontakt durch Überspannung ausgebrannt ist. In diesem aktuellen Fall fiel dabei die Verdeckpumpe aus, so dass sich folglich das Dach nicht mehr schließen ließ. Austausch der Sicherung und Fehler war behoben.

Auch bei den alten Torpedosicherungen gibt es Ausfälle, obwohl der Schmelzdraht noch i.O. ist. Hier kann es zu einer Kontaktkorrosion gekommen sein, wodurch der Stromfluss unterbrochen worden ist. Nach reinigen der Kontaktflächen an Torpedosicherung und Klemmfeder war auch hier der Fehler behoben. Ferner werden oft die die Alukappen der Torpedosicherungen „durchgedrückt“. Grund: Durch den jahrelangen starken Anpressdruck der Klemmfeder aus Kupfer. Deshalb ist es ratsam, speziell bei alten Fahrzeugen, nach ca. 10 Jahren den Sicherungssatz zu tauschen.
Dann werden diese kleinen Fehler mit ihrer riesengroßen Auswirkung eher zu einer Ausnahmeerscheinung.
Main Page
Lose Batterieklemmen
Text: Karl Kübler & Helmut Kisch (CR15/S17)
Schon mehrfach wurde bei uns nachgefragt, was es sein könnte, dass der R129 auf der
Fahrt plötzlich ausgeht. Auch bei Kurvenfahrten trat dieses Phänomen schon auf.
In Workshops oder Tipps per Telefon zeigte sich, das z.B. die beiden kleinen Kabelschuhe am Batterieklemmen-Pluspol locker waren und deshalb immer wieder den Kontakt verloren. Dadurch wurde die Stromzufuhr zur Motorsteuerung, sowie zum Kraftstoffpumpenrelais unterbrochen und somit auch zur Kraftstoffpumpe und deren Sprittransport zum Motor.
Deshalb sollten diese Kabelschuhverschraubungen am Pluspol sehr gründlich angezogen und immer wieder mal kontrolliert werden, denn wenn der Motor bei einem Überholvorgang stottern oder ausgehen würde, könnte dies katastrophale Folgen haben. Speziell beim Einbau der Batterie nach der „Winterruhe“ ist auf eine saubere Montage der Polklemmen zu achten.
Main Page
Tipps zum langen Batterieleben
Text: Karl Kübler (CR12/S13)
Zur Erhaltung einer „stabilen“ Batterie gibt es die Möglichkeit das Fahrzeug zu fahren, damit die Batterie durch die „Lichtmaschine“ immer wieder geladen wird, oder, wenn das Fahrzeug länger steht, mittels einem Ladeerhaltungsgerät, das direkt an die Batterie angeklemmt wird. Bastler können sich auch eine Steckdose im Kofferraum einbauen, direkt an die Batterie angeschlossen und abgesichert.
Ein Ladeerhaltungsgerät wird auch häufig zur Überwinterung verwendet, sofern ein Stromanschluss vorhanden ist, damit die Batterie nicht ausgebaut werden muss. Jedoch ist zu beachten, dass ein Laderhaltungsgerät nur bei intakter Batterie seine volle Wirkung zeigen kann. Das Laderhaltungsgerät lädt und entlädt die Batterie ständig, was ihr „gut tut“. Eine gute Batterie erkennt man einfach daran, dass man auch noch starten kann, wenn das Abblendlicht versehentlich gebrannt hat, oder dass die Ladespannung noch über 11,5 Volt beträgt.
Sollte der Starter nicht mehr in Funktion gehen (ausrücken) und am Kombiinstrument alle Anzeigen der unteren Symbole „hektisch“ blinken, ist dies ein eindeutiger Hinweis auf eine tief entladene Batterie. Bei Mercedes ging man zu Serienbeginn von einer Fahrzeugstanddauer von ca. 100 Tagen aus, die eine Batterie betriebsbereit sein muss. Hintergrund war die Verschiffung nach Übersee, sowie wegen Kunden, die auch ein „Sommerfahrzeug“ sehr selten aus der Garage holen.
Alternativ zum Laderhaltungsgerät ist auch ein Ausbau der Batterie über den Winter möglich. Dabei ist wichtig, dass zuerst der Minuspol gelöst werden muss, das ist der Pol in Richtung Rückleuchte. Ferner ist zu beachten, dass beim Ab- und Anklemmen kein Lichtbogen (Funken) entsteht. Dies kann man z.B. verhindern, indem man die Polklemme mit 13er Schlüssel löst und schnell abzieht. Sonst besteht die Gefahr einer Überspannung mit Schaden an den empfindlichen Steuergeräten. Empfehlenswert ist, die Batterie in einem warmen Raum (Heizraum) aufzubewahren, sowie vor der Einlagerung, nach etwa drei Monaten und dem Saisonstart zu aufzuladen. Es sollte in jedem Fall eine Tiefentladung vermieden werden, da sonst die Batterie in der Regel nicht mehr zu retten ist.
Ein Ausbau der Batterie ist auch sinnvoll, um zu sehen, ob eventuell Batteriesäure einer „Nassbatterie“ ausgelaufen ist. Die Batteriesäure löst den Lack auf, frisst das Blech an, so dass dies umgehend behandelt werden muss um nicht weiterzurosten. Um einen Überdruck einer Nassbatterie zu verhindern, befindet sich an der Oberseite, Richtung Rückleuchte, ein kleines Entlüftungsloch. Für dieses Loch gibt es einen Winkelstecker mit Schlauch, welcher ins Freie durch die Heckbodentülle geführt wird. Der Schlauch fehlt an vielen Fahrzeugen und kann in jeder MB-Werkstatt käuflich erworben und selbst eingebaut werden.
Beim Einbau der Batterie darauf achten, dass in umgekehrter Reihenfolge die Pole angeschlossen werden – zuerst der Plus- dann der Minuspol. Auch ist darauf zu achten, dass die Pole trocken und sauber, sowie fest angezogen sind, sonst entstehen Kriechströme, welche die Batterie im Ruhezustand entladen können.
Eine Batterie nie mit angeschlossenen Polen im Fahrzeug an ein Ladegerät „hängen“, das ist nur möglich mit hochwertigen Geräten, jedoch nicht mit Geräten aus „dem Baumarkt“.
Noch ein Satz zur Starthilfe, bei der man gewisse Vorsicht walten lassen sollte. Zuerst sind Hilfs- und Pannenfahrzeug mittels Ladekabel sauber zu verbinden - zuerst beide Minus- dann die Pluspole ! Achtung Funken vermeiden (siehe oben). Nach ein paar Minuten, wenn ein gewisser Ladeausgleich stattgefunden hat, das Pannenfahrzeug starten. Erst wenn dies nicht greift, sollte versucht werden, mit laufendem Hilfsfahrzeug das Pannenfahrzeug zu starten.
Einbau einer Steckdose im Kofferraum
Text: Karl Kübler (CR13/S13)
Oft wir im Kofferraum eine Steckdose vermisst, sei es für ein Batterie-Ladeerhaltungs-Gerät, oder für eine Kühltasche bei Ausfahrten oder einer Rast im Hochsommer. Die vorhandene Steckdose vor der Schaltkulisse ist nur betriebsbereit mit Zündung an und deshalb für diese Zwecke nicht verwendbar. Hier soll beschrieben werden, wie so ein Einbau für Jedermann in Eigenregie möglich ist. Der ideale Platz ist im Bereich der Batterie im Kofferraum auf der rechten Seite (siehe Bilder).
Was benötigt man zum Einbau?
- 1 Stück Steckdose, A000 820 50 51
- 1 Stück Kupplung A037 545 02 28
- 2 Stück Winkelflachstecker A017 545 29 26
- Je 100cm 2,5qmm Kabel in rot (Plus) und braun (Minus).
- 1 Stück 16A-Sicherung
- 1 Stück Sicherungshalter/Kupplung (Zubehörhandel)
- 2 Stück Kabelschuhe für Batterieanschluss A000 546 42 40
- 1 Stück Schraube verzinkt, A111 546 00 7, Austausch d. Schr. an Minuspol der Batterie
- 1 Stück Mutter M6 verzinkt, N304032006004
Der Sicherungshalter wird im roten Kabel zwischen Pluspol Batterie und Steckdose eingebaut. Um die Steckdose in der Filsabdeckung zu haltern, schneidet man ein exaktes Loch in die Verkleidung. Die Kabelenden mit entsprechenden Steckern (Steckdose) und Kabelschuhen (Batterie) versehen, das Ganze zusammen stecken und fertig ist die Sache.
Es ist darauf zu achten, dass die Batterie bei den Arbeiten abgeklemmt ist, die Pole wegen einer Kurzschlussgefahr abgedeckt sind, und danach alles wieder sachgemäß angeschlossen wird. Ferner nicht vergessen, dass man den Radio-Code neu eingegeben muss, sowie die Anweisungen in der Betriebsanleitung (Stichwort Batterie abklemmen) beachtet werden.
Ein Einbauset zum Preis von 35.-EUR kann über den Club bezogen werden. Infos/Bestellungen über karl.kuebler@r129sl-club.de.
Main Page
Batterie im Winter
(CR10/S13)
Viele R129-Besitzer lassen ihren SL die kalte Jahreszeit in einer Garage verbringen. Oft kommt hier die Frage auf, wie in diesen Monaten mit der Batterie verfahren werden soll. Ein einfaches Abstellen hat zur Folge, dass die Bordelektronik über diesen langen Zeitraum nicht mit genug Energie versorgt wird. Der R129 ist mit seiner Starter- und Bordnetzbatterie auf etwa 100 Tage Ruhezeit ausgelegt, danach ist nicht mehr gewährleistet, daß sich der Motor starten lässst. Deshalb wurde damals bei einer Überseeverschiffung die Stromversorgung des Bordnetzes nach der Verladung unterbrochen.
Wenn Sie die Batterie über den Winter abklemmen, achten Sie darauf, dass keine Funken beim An- und Abklemmen entstehen. Solche Spannungsspitzen können Steuergeräte beschädigen. Lagern Sie die ausgebaute Batterie in einem beheiztem Raum und laden diese im Frühjahr etwas auf. Aber auf keinen Fall im Auto im angeschlossenen Zustand aufladen. Achtung beim Ausbau und Lagerung: Die Batterieflüssigkeit ist sehr aggressiv !
Alternativ können Sie auch ein Ladeerhaltungsgerät über den Winter anschließen, sofern eine Steckdose vorhanden ist. Solche Geräte gibt es im Fachhandel; sie pulsieren (laden - entladen) die Batterie.
Main Page
Der unheimliche Verschleiß an der Maschine, die kein Licht macht
Text und Fotos: Kurt Schendler (G2S27)
Wer „Hundefleisch“ kauft, der möchte nicht Fleisch vom Hund, sondern für seinen Hund. Vergleichsweise dazu nennt man ein Bauteil in unseren 129ern „Lichtmaschine“, obwohl diese kein Licht macht, sondern elektrische Spannung erzeugt, die man auch dazu nutzt, Licht erzeugen zu können. Ein Relikt vieler antiquierter Bauteilbezeichnungen an Fahrzeugen wie Kotflügel, Zündkerze und einige mehr.
Unsere heutigen „Lichtmaschinen“ sind Generatoren, die nach dem Dynamo-Prinzip funktionieren, wie wir das alle von unseren alten Drahteseln, Pardon: Fahrrädern kennen. Da dreht sich ein Magnet im Inneren einer Spule, wobei nach dem physikalischen Gesetz der Induktion in der Spule elektrische Spannung erzeugt wird. Alles schön in einem Gehäuse versteckt, und kaum jemand macht sich Gedanken darüber, was darin tatsächlich abläuft. Nämlich etwas, das in unseren Autos mit Abrieb und Verschleiß verbunden ist, worauf dieser Artikel deutlich hinweisen soll.
Wie gerne von mir zitiert: „Fahren, Feiern, Pflegen“ wenn „129“ nicht mehr fährt, kommt keine Feierlust auf. Denn bei Funktionsausfall des Generators ist nach wenigen Fahrkilometern Stillstand angesagt. Der Fahrzeugakkumulator ist bei der Vielzahl der mit Spannung zu versorgenden Aggregate (z.B. auch die Elektro-Kraftstoff-Förderpumpe) in kurzer Zeit entladen und dann geht nichts mehr. Oft sogar nicht einmal mehr die Warnblinkanlage beim Stand am Fahrbahnrand. Also ist diesem Störfall durch Pflege vorzubeugen. Diese Pflege, auf die hiermit nachfolgend hingewiesen wird, unterliegt keiner allgemeinen Service-Kontrolle durch die Werkstätten, da sie in keinem Wartungsumfang regulär vorgesehen ist!!!
Nun aber konkret zum Verschleiß, (siehe Bild 2):

Wie uns vom erwähnten Drahtesel bekannt, wird das Licht am Fahrrad immer heller, je schneller man fährt. Was am physikalischen Grundprinzip liegt, dass die induzierte Spannung proportional mit der Bewegungsgeschwindigkeit des Magneten steigt. Ebenso proportional steigt und fällt die erzeugte Spannung mit der Stärke des Magnetfeldes. Da die „Lichtmaschine“, in Abhängigkeit der Antriebs-Drehzahl des Verbrennungsmotors, unterschiedliche Drehzahlen erfährt, ist eine Regelung erforderlich, die dafür sorgt, dass der Generator bei unterschiedlichen Drehgeschwindigkeiten und Belastungen immer eine gleichmäßig hohe, für das Bordnetz erforderliche Spannung abgibt. Das geht logisch ganz einfach, indem ein Regler dem drehenden Magneten, in Abhängigkeit seiner Drehzahl und Belastung, entsprechenden Strom zur Bildung des nötigen Magnetfeldes zuführt.
- Diese Stromzuführung erfolgt vom Regler aus, über zwei Kohlebürsten, (auch solch‘ eine Altlast-Bezeichnung), die überwiegend aus Graphit bestehen und über zwei Kupferschleifringe dem drehenden Magnetfeld, das man Läufer nennt, in jeder Betriebssituation den passenden Magnetisierungsstrom liefern.
- Im Laufe der Betriebszeit entsteht an den „Kohlebürsten“ ein Abrieb, der uns bei Bremsbelägen verständlich erscheint, im Generator jedoch ebenso stattfindet und letztlich zum Ausfall der Generatorfunktion führt.
Man sollte sich demnach rechtzeitig einen neuen Regler, der gleichzeitig ein gemeinsames Bauteil mit den verschleißträchtigen Kohlebürsten ist (Neuteil siehe Bild 1), in den Generator einbauen (lassen).

Nun die Gretchenfrage, wann denn?
Konkrete Antwort gibt es an dieser Stelle darauf nicht, da eine Vielzahl von Voraussetzungen den Kohlebürsten-Verschleiß bestimmen!
Bild 2 zeigt den Abrieb-Zustand gegenüber dem Neuteil auf Bild 1 bei einem SL Baujahr 1997 mit 320er-Motor (M104) nach knapp 200.000 Fahrkilometern, kurz vor dem Funktionsausfall des Generators. Den gleichen Abrieb kenne ich vom Generator des 300 SL mit Motor M103 schon bereits nach 124.000 km.
Aus eigener Erfahrung (im wahrsten Sinne des Wortes) erlebte ich an zwei anderen Autos mit Stern den Generatorausfall bei jeweils ca. 180.000 km, was simpel zu vermeiden gewesen wäre und mir sicher nicht erneut passieren wird, da Störfälle immer in den unglücklichsten Zusammenhängen auftreten.
Fazit:
Die Betriebe der Firma „Frosch“, oder so ähnlich lautend, wie auch all unsere Partner mit Stern, schauen gern mal vorne rechts unter die Motorhaube, welcher Generator dort verbaut ist, finden dazu den nötigen Regler mit Kohlebürstenhalter und rufen dazu einen Gesamtpreis mit Einbau auf.
Wer sich selber zutraut, den mit nur zwei Schräubchen befestigten Regler zu tauschen, kauft sich diesen unter der Angabe der auf dem Generator stehenden Geräte-Nummer und … ! Außerdem darf man sich hierzu auch gerne Rat holen und eine Mail an technik-anfrage@r129sl-club.de schreiben.







