Innen- und Außenspiegel: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 16. Mai 2023, 19:19 Uhr
Demontage eines Außenspiegels
von Text und Fotos: Karl Kübler (CR36/S112)
Bevor man hier die Hand anlegt, sollte man genau
wissen, wie die innere Dreiecksverkleidung demontiert
werden muss. Sonst bricht man zum Beispiel
die untere rechte Stecknase ab und das Teil ist nicht mehr festsitzend montierbar. Ein generelles Problem bei Verkleidungsteilen,
an denen man aus Unkenntnis sehr viel kaputt
machen kann.
Reparatur Innen-Rückspiegel
von Text und Fotos: Stefan Groneberg (CR28/S75)
Eigentlich eine Kleinigkeit. Aber es stört doch, wenn der Rückspiegel wackelt und alles nur schemenhaft dargestellt wird. Kann nichts Großes sein, dachte ich und fuhr zu meiner MB-Werkstatt. Der junge Mann bei der Reparaturannahme schüttelte den Kopf, nachdem ich ihn gebeten hatte, den Spiegel festzuschrauben. Geht leider nicht, kann nicht festgeschraubt werden. Ein Neuer kostet ca. 700€.
Damit habe ich es erstmal belassen und wollte mich beim nächsten Clubtreffen schlau machen. Da fiel mir die Reparatur von unserm Mitglied Kai Bürger in die Hände. Er hatte so einen Spiegel schon auseinandergenommen, schickte mir Bilder zu, aus denen zu ersehen war, dass der Spiegel doch festgeschraubt werden konnte.
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Wäre nicht so schlimm, schrieb Kai, also machte ich mich ran. Bei der Demontage in der MB-Werkstatt stellte sich dann heraus, dass Kunststoff Halterungen, die zwei Bügel arretieren, abgebrochen waren. Keine Reparatur für einen Mercedes Spezialisten, also selber ran. Wie auf den Bildern zu sehen ist, habe ich die Halterungen wieder mit einem zwei Komponenten Kleber angeklebt, den überschüssigen Kleber abgefeilt, Spiegel zusammengebaut und alles ist wieder fest. 700,00€ gespart.
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Umrüstung auf Außenspiegel mit Blinkern
von CR05/S26
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Blindflug - der aufgelaufene Innenspiegel
von Kai Bürger G2/S12
Dieses mal geht es um die Fahrzeuge unter uns, die den Luxus eines automatisch abblendbaren Innenspiegels genießen. Wenn das Spieglein seinen Dienst tut ist das eine schöne Sache. Wenn nicht, eine sehr teure, normalerweise. Aber auch hier kann man mit ein wenig Bastel-Engagement eine Menge Geld bei sich behalten anstatt es an den freundlichen Händler weiter zu geben.
Bei diesem Beispiel handelt es sich um den „ausgelaufenen“ Spiegel. Das hat jedoch weniger damit zutun das es irgendwo tropft als mehr das sich die vorhandenen Flüssigkristalle nicht mehr in Ihrem vorgesehenen Segment befinden und sich für die Spannung interessieren die im Bedarfsfall eine “Bewegung“ erzwingen soll.
Auf dem Bild zu sehen sind zwei völlig identische Spiegelgläser. Das obere ist „ausgelaufen“ und nur noch ein einer kleinen Ecke wirklich als Spiegel zu betrachten. Das untere ist in seiner Art noch völlig intakt.
Bevor man nun zur Reparatur schreitet, sei kurz erklärt wie das Ding seinen Dienst aufnimmt. Wir haben das vordere Glas, dahinter das LCD-Segment (Flüssigkristalle) und zum Schluß das eigentliche Spiegelglas. Ohne weitere Einwirkungen erscheint der Spiegel ganz normal.
Um auf die äußeren Lichtveränderungen zu reagieren befindet sich vorne im Glas, sowie auch auf der Rückseite jeweils ein Fotowiderstand. Diese sind an die Elektronik gekoppelt und teilen mit, wie draußen das Wetter ist und ob es von hinten blendet. Je nachdem wie nun die Lichtverhältnisse gemessen werden, wird eine Spannung an den Spiegel angelegt, die dazu führt das sich die Flüssigkristalle – wie bei einer digitalen Uhr oder einem LCD Bildschirm – nun dunkel Färben. Physikalisch betrachtet werden hier die Kristalle, welche aus Stabmolekülen bestehen, einfach gedreht. Durch zwei sogenannte Polarisationsfilter, die vor und hinter dem LCD-Segment sind, wird nun das auftreffende Licht durch die Drehung der Kristalle nun durchgelassen oder herausgefiltert. Was wir dann sehen ist der Effekt des abgedunkelten (abgeblendeten) Spiegels.
Die Innenspiegel für unsere Fahrzeuge sind aber leider, wie vieles, sehr beliebt und damit sehr teuer. Außerdem bekommt man auch immer nur das ganze große inkl. Gehäuse und Elektronik. Man kann sich aber helfen indem man einen Spiegel des W210 nimmt, der zu hundertausenden verbaut worden ist. Das Gehäuse hat zwar eine andere Aufhängung und der Stecker ist ebenfalls anders, aber uns interessiert ja nur das Glas an sich.
Nach dem öffnen des Gehäuses (erst die Unterseite ausclipsen, dann oben) erscheint folgendes Bild.
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Die Aufhängung kann man nun, durch entfernen der beiden Federbleche links und rechts, einfach abnehmen. Darunter erscheint nun links die Elektronik und in der Mitte ein recht üppiger Kühlkörper für den Spannungsregler (wobei die Elektronik hier vom Baujahr abhängig ist und anders aussehen kann). Um jetzt keine Bastelstube aufzumachen und nur das Glas zu tauschen, ist die Platine beizubehalten. Diese ist nur mit doppelseitigem Klebeband auf den Spiegel geklebt. Mit einer Klinke eines Cuttermessers kann das ganze vorsichtig gelöst werden. Bitte beim „guten“ Spiegel darauf achten das man nicht die Spiegelbeschichtung verkratzt, sonst darf man sich den nächsten holen. Nach dem lösen und tauschen der Elektronik ist diese mit neuem Klebeband sehr korrekt an gleicher Stelle zu fixieren. Hierbei ist der korrekte Sitz des vorderen Fotowiderstandes zu beachten, sonst guckt dieser nämlich vor die Wand anstatt durch das Loch in der Spiegelbeschichtung.
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Auf diesem Bild ist oben ist die Elektronik des W210 zu sehen und unten die des R129 nach der Verpflanzung. Die Reste des Klebebands brauchen nicht entfernt werden. Das ganze wird dann wieder ins Gehäuse zurück gepflanzt und im Fahrzeug getestet.
Und damit es auch einen finanziellen Ansporn gibt, sei gesagt, das in diesem Beispiel der funktionierende Spiegel des W210 ca. 29€ inkl. Versand gekostet hat. Also wieder einmal den R129 günstig und trotzdem mit Originalteilen von Mercedes repariert :-).
(Hinweis: Bei dem R129 handelte es sich um das Baujahr. 6/93 mit Abblendbaren Innenspiegel aber ohne Memory. Der Spiegel des W208 hatte die Teilenummer A208 810 02 17)
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