Sitzfunktionen: Unterschied zwischen den Versionen
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Nun hat man das Wurzelholzbedienelement der Sitzverstellung schon freigelegt, um es letztlich herauszunehmen. Hierzu greift man von oben (hinter dem Türgriff) hinter die Blende und hebelt zusätzlich mit dem Zierleistenkeil an der vorderen Kante des Wurzelholzelements (also an der Kante, neben der der Lautsprecher sitzt) | Nun hat man das Wurzelholzbedienelement der Sitzverstellung schon freigelegt, um es letztlich herauszunehmen. Hierzu greift man von oben (hinter dem Türgriff) hinter die Blende und hebelt zusätzlich mit dem Zierleistenkeil an der vorderen Kante des Wurzelholzelements (also an der Kante, neben der der Lautsprecher sitzt) | ||
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vorsichtig heraus. Nun kann man das Wurzelholzelement an der vorderen Kante greifen und nach vorne langsam herausziehen. Es sollte keinesfalls an der hinteren Kante gehebelt werden, denn hier sitzen Klipse, die sonst abbrechen. Dann werden die Stecker der Verkabelung vom Bedienelement gelöst (je nach Ausführung zwischen ein und drei Stecker). Das Bedienelement ist nun für die weitere Reparatur ausgebaut '''(Bilder 2,3 und 4)'''. | |||
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Nun wird das eigentliche Sitzbedienelement aus Plastik von der Wurzelholzblende getrennt, indem die drei größeren Kreuzschlitzschrauben auf der Rückseite des Elements gelöst werden '''(Bild 3)'''. | |||
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Spätestens ab hier sollte in einer sauberen und hellen Umgebung gearbeitet werden, da die Bauteile klein sind und sonst verloren gehen können. Im Folgenden muss das Bedienelement geöffnet werden, damit die Platine im Inneren sichtbar wird. Dazu wird zuerst der kleine Knopf für die Verstellung der Kopfstütze abgezogen. Nun muss die schwarze vordere Seite mit den Tasten aus dem grauen Gehäuse gehoben werden '''(Bild 5)'''. | |||
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Dieser Teil der Reparatur ist wohl der langwierigste, da die schwarze Vorderseite in das graue Gehäuse eingeklipst ist und nur schwer zum Herausziehen gegriffen werden kann. Es gibt leider keinen Trick dazu – das graue Gehäuse muss rundherum vorsichtig nach außen gebogen werden, damit die Plastiknasen der schwarzen Vorderseite | Dieser Teil der Reparatur ist wohl der langwierigste, da die schwarze Vorderseite in das graue Gehäuse eingeklipst ist und nur schwer zum Herausziehen gegriffen werden kann. Es gibt leider keinen Trick dazu – das graue Gehäuse muss rundherum vorsichtig nach außen gebogen werden, damit die Plastiknasen der schwarzen Vorderseite | ||
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Version vom 3. April 2023, 19:27 Uhr
Der Sitz, der sich nicht mehr bewegt ...
von Felix Mühlhäuser
Dieser Preis war es mir aber wert, zumindest zu versuchen, das Bedienelement selbst zu reparieren. Die Tatsache, dass ich nun einen Artikel zudiesem Thema geschrieben habe, zeugt davon, dass die Reparatur erfolgreich war.
Im Folgenden werden die Schritte dazu beschrieben. Vorerst muss das Bedienelement natürlich ausgebaut werden. Hierbei ist ein wenig Gefühl erforderlich, um die empfindliche Wurzelholzverkleidung nicht zu beschädigen. Schäden, die bei falscher Vorgehensweise entstehen können, sind in Bild 2 zu sehen. Hier ist das Wurzelholz an der oberen Kante beschädigt, vermutlich weil hier einst ein Vorgänger gehebelt hatte – ich hoffe nicht, dass es eine Mercedes-Benz Werkstatt war.
Bei allen Arbeiten an den teils geklipsten Teilen sollten bitte keine Schraubenzieher zum Abhebeln verwendet werden, sondern nur dafür vorgesehene Demontage-Werkzeuge (Zierleistenkeile) aus Plastik, die die Bauteile nicht verkratzen.
Zuerst wird der Bedienhebel für die Zentralverriegelung entfernt, der sich direkt neben dem Türgriff befindet. Der Hebel ist lediglich gesteckt und kann herausgezogen werden. Dabei kann man etwas nachhelfen, indem man mit einem Zierleistenkeil aus Plastik vorsichtig versucht, den Zentralverriegelungshebel auszuhebeln.
Dann wird die kleine Wurzelholzblende (Bild 1), die direkt hinter dem Türgriff sitzt, entfernt. Wenn man am Türgriff zieht, ist mehr Platz zur Arbeit an der kleinen Wurzelholzblende. Diese kleine Blende steht an der unteren Seite leicht über dem darunterliegenden Bedienelement hervor. Man greift vorsichtig unter diese untere Kante, die kleine Blende löst sich dann von selbst. Dahinter verbirgt sich eine weitere Blendenleiste (Bild 1), teils aus Metall, teils aus Plastik, die lediglich mit einer Kreuzschlitzschraube befestigt ist. Diese Kreuzschlitzschraube, die direkt hinter dem Türgriff sitzt, wird gelöst und die Blende entfernt.
Nun hat man das Wurzelholzbedienelement der Sitzverstellung schon freigelegt, um es letztlich herauszunehmen. Hierzu greift man von oben (hinter dem Türgriff) hinter die Blende und hebelt zusätzlich mit dem Zierleistenkeil an der vorderen Kante des Wurzelholzelements (also an der Kante, neben der der Lautsprecher sitzt)
vorsichtig heraus. Nun kann man das Wurzelholzelement an der vorderen Kante greifen und nach vorne langsam herausziehen. Es sollte keinesfalls an der hinteren Kante gehebelt werden, denn hier sitzen Klipse, die sonst abbrechen. Dann werden die Stecker der Verkabelung vom Bedienelement gelöst (je nach Ausführung zwischen ein und drei Stecker). Das Bedienelement ist nun für die weitere Reparatur ausgebaut (Bilder 2,3 und 4).
Nun wird das eigentliche Sitzbedienelement aus Plastik von der Wurzelholzblende getrennt, indem die drei größeren Kreuzschlitzschrauben auf der Rückseite des Elements gelöst werden (Bild 3).
Spätestens ab hier sollte in einer sauberen und hellen Umgebung gearbeitet werden, da die Bauteile klein sind und sonst verloren gehen können. Im Folgenden muss das Bedienelement geöffnet werden, damit die Platine im Inneren sichtbar wird. Dazu wird zuerst der kleine Knopf für die Verstellung der Kopfstütze abgezogen. Nun muss die schwarze vordere Seite mit den Tasten aus dem grauen Gehäuse gehoben werden (Bild 5).
Dieser Teil der Reparatur ist wohl der langwierigste, da die schwarze Vorderseite in das graue Gehäuse eingeklipst ist und nur schwer zum Herausziehen gegriffen werden kann. Es gibt leider keinen Trick dazu – das graue Gehäuse muss rundherum vorsichtig nach außen gebogen werden, damit die Plastiknasen der schwarzen Vorderseite frei werden.
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