Bordnetz: Unterschied zwischen den Versionen

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===Überschrift 1===
=Bordnetz=
==Tipps zum langen Batterieleben==


Zur Erhaltung einer „stabilen“ Batterie gibt es die Möglichkeit das Fahrzeug zu fahren, damit die Batterie durch die „Lichtmaschine“ immer wieder geladen wird, oder, wenn das Fahrzeug länger steht, mittels einem Ladeerhaltungsgerät, das direkt an die Batterie angeklemmt wird. Bastler können sich auch eine Steckdose im Kofferraum einbauen, direkt an die Batterie angeschlossen und abgesichert. Ein Ladeerhaltungsgerät wird auch häufig zur Überwinterung verwendet, sofern ein Stromanschluss vorhanden ist, damit die Batterie nicht ausgebaut werden muss. Jedoch ist zu beachten, dass ein Laderhaltungsgerät nur bei intakter Batterie seine volle Wirkung zeigen kann. Das Laderhaltungsgerät lädt und entlädt die Batterie ständig, was ihr „gut tut“. Eine gute Batterie erkennt man einfach daran, dass man auch noch starten kann, wenn das Abblendlicht versehentlich gebrannt hat, oder dass die Ladespannung noch über 11,5 Volt beträgt.


Sollte der Starter nicht mehr in Funktion gehen (ausrücken) und am Kombiinstrument alle Anzeigen der unteren Symbole „hektisch“ blinken, ist dies ein eindeutiger Hinweis auf eine tief entladene Batterie. Bei Mercedes ging man zu Serienbeginn von einer Fahrzeugstanddauer von ca. 100 Tagen aus, die eine Batterie betriebsbereit sein muss. Hintergrund war die Verschiffung nach Übersee, sowie wegen Kunden, die auch ein „Sommerfahrzeug“ sehr selten aus der Garage holen. 


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Alternativ zum Laderhaltungsgerät ist auch ein Ausbau der Batterie über den Winter möglich. Dabei ist wichtig, dass zuerst der Minuspol gelöst werden muss, das ist der Pol in Richtung Rückleuchte. Ferner ist zu beachten, dass beim Ab- und Anklemmen kein Lichtbogen (Funken) entsteht. Dies kann man z.B. verhindern, indem man die Polklemme mit 13er Schlüssel löst und schnell abzieht. Sonst besteht die Gefahr einer Überspannung mit Schaden an den empfindlichen Steuergeräten. Empfehlenswert ist, die Batterie in einem warmen Raum (Heizraum) aufzubewahren, sowie vor der Einlagerung, nach etwa drei Monaten und dem Saisonstart zu aufzuladen.  Es sollte in jedem Fall eine Tiefentladung vermieden werden, da sonst die Batterie in der Regel nicht mehr zu retten ist.


Ein Ausbau der Batterie ist auch sinnvoll, um zu sehen, ob eventuell Batteriesäure einer „Nassbatterie“ ausgelaufen ist. Die Batteriesäure löst den Lack auf, frisst das Blech an, so dass dies umgehend behandelt werden muss um nicht weiterzurosten. Um einen Überdruck einer Nassbatterie zu verhindern, befindet sich an der Oberseite, Richtung Rückleuchte, ein kleines Entlüftungsloch. Für dieses Loch gibt es einen  Winkelstecker mit Schlauch, welcher ins Freie durch die Heckbodentülle geführt wird. Der Schlauch fehlt an vielen Fahrzeugen und kann in jeder MB-Werkstatt käuflich erworben und selbst eingebaut werden.
Beim Einbau der Batterie darauf achten, dass in umgekehrter Reihenfolge die Pole angeschlossen werden – zuerst der Plus- dann der Minuspol. Auch ist darauf zu achten, dass die Pole trocken und sauber, sowie fest angezogen sind, sonst entstehen Kriechströme, welche die Batterie im Ruhezustand entladen können.
Eine Batterie nie mit angeschlossenen Polen im Fahrzeug an ein Ladegerät „hängen“, das ist nur möglich mit hochwertigen Geräten, jedoch nicht mit Geräten aus „dem Baumarkt“.
Noch ein Satz zur Starthilfe, bei der man gewisse Vorsicht walten lassen sollte. Zuerst sind Hilfs- und Pannenfahrzeug mittels Ladekabel sauber zu verbinden - zuerst beide Minus- dann die Pluspole ! Achtung Funken vermeiden (siehe oben). Nach ein paar Minuten, wenn ein gewisser Ladeausgleich stattgefunden hat, das Pannenfahrzeug starten. Erst wenn dies nicht greift, sollte versucht werden, mit laufendem Hilfsfahrzeug das Pannenfahrzeug zu starten.




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Version vom 1. April 2023, 18:34 Uhr

Bordnetz

Tipps zum langen Batterieleben

Zur Erhaltung einer „stabilen“ Batterie gibt es die Möglichkeit das Fahrzeug zu fahren, damit die Batterie durch die „Lichtmaschine“ immer wieder geladen wird, oder, wenn das Fahrzeug länger steht, mittels einem Ladeerhaltungsgerät, das direkt an die Batterie angeklemmt wird. Bastler können sich auch eine Steckdose im Kofferraum einbauen, direkt an die Batterie angeschlossen und abgesichert. Ein Ladeerhaltungsgerät wird auch häufig zur Überwinterung verwendet, sofern ein Stromanschluss vorhanden ist, damit die Batterie nicht ausgebaut werden muss. Jedoch ist zu beachten, dass ein Laderhaltungsgerät nur bei intakter Batterie seine volle Wirkung zeigen kann. Das Laderhaltungsgerät lädt und entlädt die Batterie ständig, was ihr „gut tut“. Eine gute Batterie erkennt man einfach daran, dass man auch noch starten kann, wenn das Abblendlicht versehentlich gebrannt hat, oder dass die Ladespannung noch über 11,5 Volt beträgt.

Sollte der Starter nicht mehr in Funktion gehen (ausrücken) und am Kombiinstrument alle Anzeigen der unteren Symbole „hektisch“ blinken, ist dies ein eindeutiger Hinweis auf eine tief entladene Batterie. Bei Mercedes ging man zu Serienbeginn von einer Fahrzeugstanddauer von ca. 100 Tagen aus, die eine Batterie betriebsbereit sein muss. Hintergrund war die Verschiffung nach Übersee, sowie wegen Kunden, die auch ein „Sommerfahrzeug“ sehr selten aus der Garage holen.

Alternativ zum Laderhaltungsgerät ist auch ein Ausbau der Batterie über den Winter möglich. Dabei ist wichtig, dass zuerst der Minuspol gelöst werden muss, das ist der Pol in Richtung Rückleuchte. Ferner ist zu beachten, dass beim Ab- und Anklemmen kein Lichtbogen (Funken) entsteht. Dies kann man z.B. verhindern, indem man die Polklemme mit 13er Schlüssel löst und schnell abzieht. Sonst besteht die Gefahr einer Überspannung mit Schaden an den empfindlichen Steuergeräten. Empfehlenswert ist, die Batterie in einem warmen Raum (Heizraum) aufzubewahren, sowie vor der Einlagerung, nach etwa drei Monaten und dem Saisonstart zu aufzuladen. Es sollte in jedem Fall eine Tiefentladung vermieden werden, da sonst die Batterie in der Regel nicht mehr zu retten ist.

Ein Ausbau der Batterie ist auch sinnvoll, um zu sehen, ob eventuell Batteriesäure einer „Nassbatterie“ ausgelaufen ist. Die Batteriesäure löst den Lack auf, frisst das Blech an, so dass dies umgehend behandelt werden muss um nicht weiterzurosten. Um einen Überdruck einer Nassbatterie zu verhindern, befindet sich an der Oberseite, Richtung Rückleuchte, ein kleines Entlüftungsloch. Für dieses Loch gibt es einen Winkelstecker mit Schlauch, welcher ins Freie durch die Heckbodentülle geführt wird. Der Schlauch fehlt an vielen Fahrzeugen und kann in jeder MB-Werkstatt käuflich erworben und selbst eingebaut werden.

Beim Einbau der Batterie darauf achten, dass in umgekehrter Reihenfolge die Pole angeschlossen werden – zuerst der Plus- dann der Minuspol. Auch ist darauf zu achten, dass die Pole trocken und sauber, sowie fest angezogen sind, sonst entstehen Kriechströme, welche die Batterie im Ruhezustand entladen können.

Eine Batterie nie mit angeschlossenen Polen im Fahrzeug an ein Ladegerät „hängen“, das ist nur möglich mit hochwertigen Geräten, jedoch nicht mit Geräten aus „dem Baumarkt“.

Noch ein Satz zur Starthilfe, bei der man gewisse Vorsicht walten lassen sollte. Zuerst sind Hilfs- und Pannenfahrzeug mittels Ladekabel sauber zu verbinden - zuerst beide Minus- dann die Pluspole ! Achtung Funken vermeiden (siehe oben). Nach ein paar Minuten, wenn ein gewisser Ladeausgleich stattgefunden hat, das Pannenfahrzeug starten. Erst wenn dies nicht greift, sollte versucht werden, mit laufendem Hilfsfahrzeug das Pannenfahrzeug zu starten.



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