Sitze: Unterschied zwischen den Versionen
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====Der Sitz, der den Anblick spaltet==== | ====Der Sitz, der den Anblick spaltet==== | ||
Text und Fotos: Kai Bürger (CR38/S113) | |||
[[Datei:Bild 1 Spalt am Sitz.jpg|250 px|mini|links|Bild 1: Spalt am Sitz]] | |||
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Was kann damit wohl gemeint sein, überlegt ein Laie? Viele Besitzer eines R129 haben wahrscheinlich direkt eine Vermutung. Genau: Es ist die vordere Verkleidung des Gurtaufrollers an einem oder beiden vorderen Sitzen gemeint. Hier klafft des öfteren ein mehr oder weniger großer Spalt. Durch gekonntes Zusammenschieben verschwindet dieser kurzzeitig, ist aber meist nach einer Bewegung wieder vorhanden. | |||
Das tut dem Nutzen und der Bedienung des Sitzes zwar keinen Abbruch, aber es sieht einfach nicht schön aus. Die Ursache ist eine müde gewordene Halterung aus Kunststoff. Wie so oft bei unseren Fahrzeugen bricht hier gerne schon einmal etwas weg. Besonders schlimm ist es dort, wo es auch noch viel Wärmeeinwirkung gibt. Also zum Beispiel im Motorraum oder dem der Sonne ausgesetzten Innenraum. Denn es gilt weiterhin der Merksatz „Kunststoffe werden im Alter nicht schöner“. | |||
Um allerdings diese Verkleidung wieder an ihrem Ursprungsort „festzutackern“, müssen diverse Schrauben und andere Verkleidungen gelöst und beseitigt werden. Ich habe hier versucht, das recht übersichtlich darzustellen. Für Informationen bis ins kleinste Detail bitte ich, mich direkt anzuschreiben oder sich der Anleitung aus dem WIS (Werkstatt-Informations-System, sofern vorhanden) zu widmen. Ich beschreibe hier nur meinen gefundenen Weg anhand der Mercedes-Benz-Reparaturvideos auf der Plattform YouTube. | |||
Zuerst ist einmal das Sitzkissen auszubauen. Die beiden Sechskant-Schrauben befinden sich links und rechts unter dem Sitzkissen. Nach dem Lösen der Schrauben bitte auch die Kabelverbindung der Sitzheizung lösen. Diese ist etwas versteckt am hinteren Rahmen angeclipst. Wenn die Sitzfläche leicht nach vorn gezogen wird, kommt man dort gut dran, ohne sie zu sehen. | |||
[[Datei:Bild 2 Blick von unten.jpg|250 px|mini|links|Bild 2: Blick von unten auf die Rückenlehne]] | |||
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Als Nächstes sind nun alle Schrauben am unteren Teil der Lehne zu entfernen. Diese dienen unter anderem der Arretierung des Lehnenpolsters und der großen hinteren Verkleidung. Danach kann nun auch das Polster der Lehne entfernt werden, indem man es nach unten herauszieht. Bitte darauf achten, dass die Gummis für die Dorne nicht verschwinden. Zum Entfernen der hinteren Abdeckung sind noch weitere Schrauben von vorne zu lösen. Damit man nun die letzte Verkleidung entfernen kann, müssen noch diverse Schrauben entfernt werden. Nicht leicht aufzufinden sind die an der Griffmulde. Nach Entfernung der Griffmulde sind darunter weitere Schrauben zu lösen. | |||
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| [[Datei:Bild 3 Rückenlehne ohne Polster.jpg|mini|250 px|links|Rückenlehne ohne Polster und Verkleidungen]] | |||
| [[Datei:Bild 4 Schraube Griffmulde.jpg|mini|250 px|links|Bild 4: Schraube für Griffmuldenabdeckung]] | |||
| [[Datei:Bild 5 Schraube Verkleidung.jpg|mini|250 px|links|Bild 5: Schraube für hintere Verkleidung]] | |||
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Nach der Demontage dieser Verkleidung legt man nun den eigentlichen „Übeltäter“ frei. Bei einem Blick von oben ist auch direkt zu sehen, warum der Spalt so „schön“ klafft. Eine Befestigungsschiene aus Kunststoff ist gebrochen. Das kann an verschiedenen Stellen dieses Teils passieren, meist aber an der hier gezeigten oder an der Stelle mit dem Langloch. In der Vergangenheit wurden verschiedene Kollegen, auch aus unserem Club, sehr erfinderisch, formten Bleche und bauten diese ein, um auf ewig Ruhe zu haben. Denn ein einfacher Kunststoffkleber oder Sekundenkleber hält bei Teilen, die Bewegungen und Erschütterungen ausgesetzt sind, meist nicht länger, als der Zusammenbau dauert. | |||
Kurz vorher war ich allerdings auf die „Schweißnaht aus der Flasche“ gestoßen. Dieses Produkt von einer Firma aus Österreich sah sehr vielversprechend aus, und ich wollte es einfach mal ausprobieren. Mein erstes Reparaturopfer war daher ein Regenschirm mit einer gebrochenen Kunststoffarretierung, die bei geschlossenem Schirm schon eine gewisse Vorspannung aushalten muss. | |||
Das Produkt besteht aus einem Kunststoffgranulat und einem Sekundenkleber. Das Granulat wird auf die zusammengefügten Teile und drumherum „aufgeschüttet“, und mit einem Tropfen des Sekundenklebers wird eine chemische Reaktion in Gang gesetzt. Es entsteht eine neue, gut belastbare Kunststoffschicht. Zwei Wiederholungen und an dieser Stelle wird das Teil nie wieder brechen. Hier bitte ich, sich einmal gerne selbst auf der Herstellerseite zu informieren und natürlich erfolgt die Anwendung auf eigene Verantwortung. | |||
Da die besagte Halterung also primär an einem der beiden Enden bricht, verstärkte und reparierte ich diese. Da die absolute Aushärtungszeit keine zehn Minuten beträgt, konnte ich auch direkt wieder mit der Montage beginnen. Hierbei bitte immer auf die korrekten Längen und Gewinde der Schrauben achten: gleiche Schraube an gleicher Stelle inklusive der Unterlegscheibe! Und immer daran denken: „nach fest kommt ab“. Die Schrauben also festziehen, aber mit Bedacht, besonders bei den Kunststoffteilen. Sonst ist die nächste Reparatur sofort fällig. | |||
WICHTIG! Es ist darauf achten, dass die Abdeckung des Gurtaufrollers wieder so eingesetzt wird, dass der Gurt komplett freigängig ist. Ansonsten erfolgt der Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge. | |||
Zusätzlich möchte ich hier auf den angeklebten „Zettel“ am Sitzgestell des Beifahrersitzes hinweisen. Dort klebt in der Regel die Datenkarte des Fahrzeuges. Falls die Originale nicht mehr vorhanden sein sollten, ist hier eine Kurzausführung angebracht. | |||
Ich hoffe, mit dieser kurzen Anleitung etwas „Dichte an den Spalt“ gebracht zu haben und verweise noch einmal auf die Mercedes-Benz Reparaturanleitungen auf YouTube, das WIS (Werkstatt-Informations-System) oder die R129 DVD, in der das WIS eingebettet ist. | |||
====Aus dem Nähkästchen: Instandsetzung Halter Gurtaustrittsöffnung (Dziendziel/Kübler)==== | |||
Text: Stefan Dziendziel & Karl Kübler Fotos: Karl Kübler (CR20/S23) | |||
Es kann im Laufe der Jahre vorkommen, dass die Kunststofflasche der „Verkleidung Gurtaustritt“ am obersten Befestigungspunkt bricht. | |||
Bild 01 und 04 | |||
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| [[Datei:Halter an Gurtverkleidung Bild (1).jpg|150px|mini|zentriert|alternativtext=Halter an Gurtverkleidung Bild (1)|Gurtverkleidung von oben Bild (1)]] | |||
||[[Datei:Halter an Gurtverkleidung Bild (4).jpg|150px|mini|zentriert|alternativtext=Halter an Gurtverkleidung Bild (4)|Gurtverkleidung demontiert Bild (4)]] | |||
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Dieses Verkleidungsteil in Originalausstattung ist entweder nur sehr schwer oder gar nicht mehr zu beschaffen. Es bleibt nur eine Reparaturlösung. Dazu hat unser Technikreferent Stefan einen Trick entwickelt, wie man die Kunststofflasche wieder zusammenfügen kann. | |||
Man braucht dazu lediglich zwei etwas breitere Kabelbänder und Sekundenkleber. | |||
Als ersten Schritt muss man Sitz- und Rückenpolster demontieren. | |||
Bild 02 | |||
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| [[Datei:Halter an Gurtverkleidung Bild (2).jpg|150px|mini|zentriert|alternativtext=Halter an Gurtverkleidung Bild (2)|Sitzpolster demontiert Bild (2)]] | |||
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Danach kommt man an die Befestigungen der Verkleidung des Gurtaustritts und kann diese lösen. | |||
Bild 03 | |||
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| [[Datei:Halter an Gurtverkleidung Bild (3).jpg|150px|mini|zentriert|alternativtext=Halter an Gurtverkleidung Bild (3)|Erreichbarkeit der Schrauben Bild (3)]] | |||
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Die Verkleidung des Gurtaustritts kann nun über das Gurtband nach unten geklappt werden, um gut an der Schadensstelle arbeiten zu können. | |||
Bild 05 | |||
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| [[Datei:Halter an Gurtverkleidung Bild (5).jpg|150px|mini|zentriert|alternativtext=Halter an Gurtverkleidung Bild (5)|Halterung kleben Bild (5)]] | |||
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Nun fügt man die Bruchstelle mit Sekundenkleber zusammen und klebt auf die Kunststofflasche zusätzlich die zwei Kabelbänder. | |||
Bild 06 | |||
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| [[Datei:Halter an Gurtverkleidung Bild (6).jpg|150px|mini|zentriert|alternativtext=Halter an Gurtverkleidung Bild (6)|Verstärkungen eingeklebt Bild (6)]] | |||
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Wenn der Sekundenkleber seine endgültige Klebekraft erreicht hat, die Kabelbänder am Ende der Kunststofflasche abzwicken, fertig ist die stabile Halterung. Das Ganze dann wieder in ungekehrter Reihenfolge zusammenbauen. | |||
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====Soll ich oder soll ich mich nicht dem Sitz nähern?==== | |||
Text und Fotos: Klaus J. Eßer (G3/S17) | |||
Unsere Sitze sind recht komplexe Gebilde, die erstaunlich gut funktionieren. Ja, bis die erlauchte Damenwelt (und tumbe Männerhände) die Lehne bewegen wollen (sollen). Dann passiert das Unvermeidliche, wenn nicht am dafür vorgesehenen Bügel gezerrt wird. | |||
Wie das? Wenn die sauschwere Lehne genügend oft am oberen Ende ergriffen und bewegt wird, dann passiert das Unvermeidliche. Danach sieht es dann so aus: | |||
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[[Datei:Abb 1 Sitzlehne aufklaffend.jpg|150px|mini|links|alternativtext=Abb 1 Sitzlehne aufklaffend|Abb 1 Sitzlehne aufklaffend]] | |||
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Die Verkleidung des Sitzes klafft. Und das nicht zu knapp und überhaupt nicht schön! Wer es nicht sieht, schaue mal in die untere rechte Ecke des Bildes… | |||
Die Verkleidung des Gurtaustritts ist oben mit einer Lasche am Sitzrahmen befestigt und bricht (denn sie ist schon im Werk todgeweiht, weil zu stark angezogen). So was lässt sich leicht reparieren – wenn man dran kommt. Um dem Ding an die Wäsche zu gehen, muss man so Einiges am Sitz entfernen. Das ist nichts für Angsthasen, aber für entschlossene Männer leicht zu schaffen. Man sollte sich zuvor auf etwa drei Stunden Feinwerktechnik einstellen. Eine entsprechende Anleitung findet sich im WHB hier 91-055. | |||
Zunächst muss das Sitzkissen entfernt werden. Vorne re/li am Sitz ist es mit zwei Schrauben befestigt, die je nach Baujahr sehr aufwendig oder recht simpel sind. Nun wird das Sitzkissen hinten von den Anschlüssen der Sitzheizung und bei neueren Modellen auch der Sitzbelegungserkennung befreit. Die Stecker sind von hinten zugänglich und man wird viele neue Worte erfinden. Das gehört zum Ritual ;-)) | |||
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Nun kann das Kissen raus (ggf. auch den pneumatischen Anschluss der Kissenverstellung öffnen) und man greift zunächst mal zum Staubsauger, um die Hinterlassenschaften etwaiger Vorgänger oder auch die eigenen zu beseitigen. Dabei kann man jede Menge E-Technik bewundern, die zur Verstellung des Sitzen und ggf. auch der Memory-Schaltungen nötig ist. | |||
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[[Datei:Abb 2 Sitzaufbau - Fahrersitzkissen.jpg|150px|mini|links|alternativtext=Abb 2 Sitzaufbau - Fahrersitzkissen|Abb 2 Sitzaufbau - Fahrersitzkissen]] | |||
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Nun muss die Lehne raus, also nach vorn klappen und zwei versteckte Schrauben 3 unten am Rahmen entfernen. Dann kann man auch die Lehne entfernen, sofern man zuvor den dahinter versteckten Kontakt zur Sitzheizung gelöst hat. Sollte man den Luxus einer orthopädischen Lehne haben, müssen auch diese pneumatischen Leitungen ab! Dazu kann ein zweiter Helfer nützlich sein. Wenn die Lehne partout nicht raus will, hat man die falschen zwei Schrauben erwischt…;-)) | |||
'''Demontage Fahrersitzverkleidung''' | |||
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[[Datei:Abb 3 Demontage Sitzverkleidung.jpg|150px|mini|links|alternativtext=Abb 3 Demontage Sitzverkleidung|Abb 3 Demontage Sitzverkleidung]] | |||
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Nun wird wohl wieder der Staubsauger dröhnen, aber man hat die Innereien des Sitzes vor sich! Respekt ist angebraucht, aber man(n) kann den Sitz ruhig mal bewegen, spannend! | |||
Ein Blick auf die '''Werksanleitung 91-060''' zeigt, wo die sieben Schrauben der langen Sitzverkleidung sind, die müssen raus! Dabei wird die eine oder andere wohl ihr Kunststoffbett mitbringen. Das ist nicht zu ändern und wird mit jedem Jahr schlimmer. Nach meiner Erfahrung sind die frühen Autos mit besserem Kunststoff gesegnet, aber die Zeit und Temperaturänderungen schaffen auch die. Wenn es nicht alle sind, braucht man keinen Zweikomponentenkleber (der 100 Grd können sollte), ansonsten wird man ihn brauchen.<br> | |||
Nun kann man die lange Verkleidung entfernen oder besser nur nach hinten klappen, dann wird die Bescherung sichtbar. Die Lasche ist einfach gebrochen, wohl meist, weil sie im Werk zu sehr angezogen wurde. Die zu reparieren ist nicht schwer, eine Blechlasche mit Schrauben darüber oder darunter angebracht, und die Sache sollte erledigt sein.<br> | |||
Nun muss die Verkleidung wieder an ihren Platz, dabei will immer zumindest eine Schraube übrig bleiben, suchen! Alle haben ihren Platz! | |||
Insgesamt ist es überhaupt nicht schwierig, man muss sich nur Zeit lassen und ggf. auch einen Clubfreund zu Rate ziehen. Viel Spass, auf das der Sitz nicht mehr klafft! | |||
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====Istandsetzung Halter Gurtaustrittsöffnung (Berg)==== | |||
Text und Fotos: Frank Berg (G4/S19) | |||
Das bekannte Problem des „Klaffens“ der Sitzverkleidung oben am Gurtaustritt ist hier noch mal | Das bekannte Problem des „Klaffens“ der Sitzverkleidung oben am Gurtaustritt ist hier noch mal | ||
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Für die Verkleidung am Lehnenrahmen war es etwas kniffelig die korrekten Schrauben zu finden. | Für die Verkleidung am Lehnenrahmen war es etwas kniffelig, die korrekten Schrauben zu finden. | ||
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(Achtung | (Achtung: Die Schrauben haben teils unterschiedliche Längen, bitte sorgsam ablegen und nicht verbummeln, die gibt es nicht einzeln). | ||
Wenn die Verkleidung ab ist werden die Schrauben für die Verkleidung des Gurtumlenkbeschlages sichtbar. Üblicherweise ist mindestens die obere Lasche gebrochen. | Wenn die Verkleidung ab ist, werden die Schrauben für die Verkleidung des Gurtumlenkbeschlages sichtbar. Üblicherweise ist mindestens die obere Lasche gebrochen. | ||
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Zur Reparatur schneide ich ein Stück Glasfaserflies zurecht, so | Zur Reparatur schneide ich ein Stück Glasfaserflies zurecht, so dass ich es wie einen Umschlag längs mit 1 cm Überstand um das gebrochene Teil legen kann. Den Magnesiumrahmen mit dem Bohrloch klebe ich mit Tesafilm ab, so dass nichts von dem PU-Kleber festkleben kann. | ||
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Der trickreiche Teil kommt nun: ca. 1 cm Glasfaservlies an den Stumpf kleben, das Gehäuse auf die Endposition an der Lehne zu bringen. Den nun auf dem Rahmen liegenden Vliesteil mit PU Kleber | Der trickreiche Teil kommt nun: ca. 1 cm Glasfaservlies an den Stumpf kleben, das Gehäuse auf die Endposition an der Lehne zu bringen. Den nun auf dem Rahmen liegenden Vliesteil mit PU Kleber bestreichen, und die Reste von dem Halter darauf wieder zusammen zufügen. PU Kleber obendrauf und dann das Vlies nun auf den oberen Teil umschlagen und wieder mit PU Kleber bestreichen. | ||
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[[Datei:Abb 4 Reparatur.jpg|150px|mini|links|alternativtext=Abb 4 Reparatur|Abb 4 Reparatur]] | [[Datei:Abb 4 Reparatur.jpg|150px|mini|links|alternativtext=Abb 4 Reparatur|Abb 4 Reparatur]] | ||
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Nun die Klarsichtfolie über den PU Kleber legen und dann den Kleber so formen | Nun die Klarsichtfolie über den PU Kleber legen und dann den Kleber so formen, dass man mit dem Ergebnis zufrieden ist. | ||
Mein PU Kleber war schnell aushärtend, da reicht bei entsprechender Vorbereitung die Zeit | Mein PU Kleber war schnell aushärtend, da reicht bei entsprechender Vorbereitung die Zeit gerade so, alle Schritte zu vollziehen, bis der Kleber verhärtet ist. Für Fotos der Arbeitsschritte war hier leider definitiv keine Zeit… | ||
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Nachdem alles ausgehärtet ist, | Nachdem alles ausgehärtet ist, den geflickten Teil mit einem Messer von dem Tesafilm abhebeln und die Klarsichtfolie sowie die Reste vom Tesafilm entfernen. | ||
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[[Datei:Abb 5 Reparatur fertig.jpg|150px|mini|links|alternativtext=Abb 5 Reparatur fertig|Abb 5 Reparatur fertig]] | [[Datei:Abb 5 Reparatur fertig.jpg|150px|mini|links|alternativtext=Abb 5 Reparatur fertig|Abb 5 Reparatur fertig]] | ||
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Ggf. die neu geformte Lasche mit dem Messer nacharbeiten bis man zufrieden ist.Dann noch ein Loch bohren wo die Schraube durchkommt. Für die Position des Lochs habe eine Kugel Butylknete auf das voraussichtliche Bohrloch geklebt und dann am Sitz abgeformt. | Ggf. die neu geformte Lasche mit dem Messer nacharbeiten, bis man zufrieden ist. Dann noch ein Loch bohren, wo die Schraube durchkommt. Für die Position des Lochs habe eine Kugel Butylknete auf das voraussichtliche Bohrloch geklebt und dann am Sitz abgeformt. | ||
Fertig ;-) | Fertig ;-) | ||
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[[Main Page]] | [[Main Page]] | ||
====Sitzpolster verstärken==== | ====Sitzpolster verstärken==== | ||
Text und Fotos: Karl-Heinz Hollas † (CR30/S100) | |||
Nach einiger Zeit wird die Gummihaarmatte und der Federkern im Sitzpolster weich. Die Folge ist, dass man das Gefühl hat, je nach individueller Form des „Hintern“, auf dem Steißbein zu sitzen. | Nach einiger Zeit wird die Gummihaarmatte und der Federkern im Sitzpolster weich. Die Folge ist, dass man das Gefühl hat, je nach individueller Form des „Hintern“, auf dem Steißbein zu sitzen. | ||
Es gibt die Möglichkeit das Sitzpolster zu verstärken. Die Anweisung wie in diesem Fall vorzugehen ist, soll an dieser Stelle beschrieben werden. | Es gibt die Möglichkeit, das Sitzpolster zu verstärken. Die Anweisung, wie in diesem Fall vorzugehen ist, soll an dieser Stelle beschrieben werden. | ||
Bei der '''Firma D. Balzer''' in Mönchengladbach Tel. 02161/354310 sind die Zuschnitte zu beschaffen. | Bei der '''Firma D. Balzer''' in Mönchengladbach Tel. 02161/354310 sind die Zuschnitte zu beschaffen. | ||
Zu bestellen | Zu bestellen sind die Art.Nr.: | ||
* 090170929/1 | * 090170929/1 | ||
* 090170929/2 | * 090170929/2 | ||
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=====Ausbau Sitzpolster===== | =====Ausbau Sitzpolster===== | ||
Die beiden Schrauben vorne rechts und links am Sitzpolster herausschrauben (bis ca. 1994 Kreuzschlitz-, danach Sechskantschraube SW10). Das Sitzpolster dann vorne anheben und nach vorne herausziehen. | |||
Stecker von der Sitzheizung trennen, Sitzpolster vollständig herausnehmen und auf einer geeigneten Ablage mit dem Polster nach unten ablegen. | |||
Die beiden Schrauben vorne rechts und links am Sitzpolster herausschrauben | |||
Stecker von der Sitzheizung trennen, Sitzpolster vollständig herausnehmen und auf einer geeigneten Ablage | |||
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| [[Datei:Sitzpolster Bild 1.jpg|150px|mini|zentriert|alternativtext= | | [[Datei:Sitzpolster Bild 1.jpg|150px|mini|zentriert|alternativtext=Sitzbezug von der Sitzschale lösen|Sitzbezug von der Sitzschale lösen]] | ||
|| [[Datei:Sitzpolster Bild (2).jpg|150px|mini|zentriert|alternativtext=Sitzpolster von unten Klammern an Vorderkante beachten|Sitzpolster von unten Klammern an Vorderkante beachten]] | |||
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Jetzt den Sitzbezug von der Sitzschale lösen, indem mit leichtem Druck auf die Sitzschale das Polster entlastet wird. Dann den Bezug aus der Nut der Sitzschale ziehen. Im vorderen Bereich sind einige Klammern verbaut, darauf achten | Jetzt den Sitzbezug von der Sitzschale lösen, indem mit leichtem Druck auf die Sitzschale das Polster entlastet wird. Dann den Bezug aus der Nut der Sitzschale ziehen. Im vorderen Bereich sind einige Klammern verbaut, darauf achten, dass diese Klammen nicht in der Nut bleiben. Die Sitzschale aus dem Sitzpolster ziehen, zunächst hinten anheben und dann nach hinten herausziehen. Das Kabel für die Sitzheizung herausnehmen. | ||
Die Sitzschale aus dem Sitzpolster ziehen, zunächst hinten anheben und dann nach hinten herausziehen. Das Kabel für die Sitzheizung herausnehmen. | |||
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====Einbau Sitzpolster==== | =====Einbau Sitzpolster===== | ||
Jetzt den Sitzbezug wieder auf die Sitzschale ziehen. Darauf achten, dass das umlaufende Flachmaterial in die vorgesehene Nut in der Gummihaarmatte greift. Zuerst vorne einstecken, dann die seitlichen Laschen über das Flachmaterial klappen und das Kabel für die Sitzheizung verlegen. Darauf achten, dass das Kabel keinen Kontakt zu den Metallteilen des Sitzgestells hat. | Jetzt den Sitzbezug wieder auf die Sitzschale ziehen. Darauf achten, dass das umlaufende Flachmaterial in die vorgesehene Nut in der Gummihaarmatte greift. Zuerst vorne einstecken, dann die seitlichen Laschen über das Flachmaterial klappen und das Kabel für die Sitzheizung verlegen. Darauf achten, dass das Kabel keinen Kontakt zu den Metallteilen des Sitzgestells hat. | ||
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Wenn die Sitzschale wieder gut in die Gummihaarmatte gesetzt ist, kann das Polster wieder in die Nut an der Sitzschale gekrempelt werden. An der vorderen Nut wieder darauf achten, dass die kleinen Klammern wieder verbaut sind. Sitzkissen auf das Sitzgestell auflegen, das Kabel der Sitzheizung kontaktieren, jetzt zuerst hinten mit den Stiften der Sitzschale in die Gummitüllen am Sitzrahmen stecken, vorne nach unten drücken und die beiden Schrauben rechts und links wieder einschrauben. '''Fertig'''… viel Freude am neuen Sitzgefühl | |||
'''Zeitaufwand ca.1 Stunde; Kosten ca. 35 € pro Sitz''' | |||
'''Zeitaufwand ca. | |||
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[[Main Page]] | [[Main Page]] | ||
====Aus dem Nähkästchen: | ====Aus dem Nähkästchen: Klapphebel Sitzlehne außer Funktion==== | ||
Text und Fotos: Karl Kübler & Stefan Dziendziel (CR19/S22) | |||
Was tun, wenn sich die Sitz-Rückenlehne nicht mehr umklappen lässt, d. h. wenn der Klapphebel nicht mehr „anspricht“? | |||
Was tun, wenn sich die Sitz-Rückenlehne nicht mehr umklappen lässt, d.h. wenn der Klapphebel nicht mehr „anspricht“? | |||
Beim Dach-Workshop der RT Heilbronn demonstrierte unser Dachexperte Stefan nebenbei diesen Trick unter dem Motto „großes Problem, kleine Ursache“, was in Minuten auch von einem Nicht-Fachmann/frau erledigt werden kann. | Beim Dach-Workshop der RT Heilbronn demonstrierte unser Dachexperte Stefan nebenbei diesen Trick unter dem Motto „großes Problem, kleine Ursache“, was in Minuten auch von einem Nicht-Fachmann/frau erledigt werden kann. | ||
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Dieses Problem kann durchaus einmal auftreten, wenn die Verbindungsseile | Dieses Problem kann durchaus einmal auftreten, wenn die Verbindungsseile vom Klapphebel zur Raste „ausgeleiert“ sind. Dann gibt es die Möglichkeit, diese Verbindungsseile so nachzustellen, dass die Raste wieder greift. | ||
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Üblicherweise muss dazu die komplette Rückenlehne ausgebaut werden, was | Üblicherweise muss dazu die komplette Rückenlehne ausgebaut werden, was einen größeren Aufwand bedeutet. Es gibt aber einen einfachen Trick: | ||
Um an die Seile heranzukommen, muss die Plastikabdeckung abgeschraubt werden. Wenn der Klapphebel hochgezogen wird, erscheint darunter die äußere Schraubverbindung, zu lösen mit einem Schraubendreher. Die innere Schraubverbindung erreicht man durch kräftiges Wegdrücken der Seitenwange, zu lösen mit einem kleinen Ratschenschlüssel. | Um an die Seile heranzukommen, muss die Plastikabdeckung abgeschraubt werden. Wenn der Klapphebel hochgezogen wird, erscheint darunter die äußere Schraubverbindung, zu lösen mit einem Schraubendreher. Die innere Schraubverbindung erreicht man durch kräftiges Wegdrücken der Seitenwange, zu lösen mit einem kleinen Ratschenschlüssel. | ||
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| 233 || A1159906040 || SCHEIBE GURT-ENDBESCHLAG || 002 | | 233 || A1159906040 || SCHEIBE GURT-ENDBESCHLAG || 002 | ||
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| 236 | | 236 || N000988011100 || PASS-SCHEIBE GURT-ENDBESCHLAG || 002 | ||
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| 239 || A1298680087 || ANSCHLAG OBERTEIL || 002 | | 239 || A1298680087 || ANSCHLAG OBERTEIL || 002 | ||
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| 254 || A1298601969 || VERSCHLUSS Ersetzt durch: A 129 860 23 69 || | | 254 || A1298601969 || VERSCHLUSS Ersetzt durch: A 129 860 23 69 || | ||
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| | | 254 || A1298602369 || VERSCHLUSS Ersetzt durch: A 129 860 27 69 • +001 A 129 984 05 22 • +001 A 129 990 16 40 || | ||
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| | | 254 || A1298602769 || VERSCHLUSS LINKER SITZ;MIT AIRBAG UND WARNSUMMER || 001 | ||
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| | | 254 || A1298602069 || VERSCHLUSS Ersetzt durch: A 129 860 26 69 • +001 A 129 984 05 22 • +001 A 129 990 16 40 || | ||
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| | | 254 || A1298602669 || VERSCHLUSS RECHTER SITZ;MIT AIRBAG || 001 | ||
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| | | 257 || A1299840033 || SCHRAUBE GURTSCHLOSS AN FAHRERSITZ || 002 | ||
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| | | 257 || A1299840333 || SCHRAUBE GURTSCHLOSS AN FAHRERSITZ || 002 | ||
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| | | 260 || A1079930026 || TELLERFEDER GURTSCHLOSS AN FAHRERSITZ || 002 | ||
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| | | 263 || N000988011100 || PASS-SCHEIBE GURTSCHLOSS AN FAHRERSITZ || 002 | ||
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| 266 || A1299902340 || SCHEIBE GURTSCHLOSS AN FAHRERSITZ || 002 | | 266 || A1299902340 || SCHEIBE GURTSCHLOSS AN FAHRERSITZ || 002 | ||
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| | | 266 || A1159906640 || SCHEIBE GURTSCHLOSS AN FAHRERSITZ || 002 | ||
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| | | 269 || A1299840522 || BLECHMUTTER GURTSCHLOSS AN FAHRERSITZ || 002 | ||
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| | | 269 || A1299840822 || BLECHMUTTER GURTSCHLOSS AN FAHRERSITZ || 002 | ||
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| | | 272 || A1298600188 || VERSTELLUNG Ersetzt durch: A 129 860 03 88 || | ||
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| | | 272 || A1298600388 || VERSTELLUNG LINKER SITZ || 001 | ||
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| | | 272 || A1298600288 || VERSTELLUNG Ersetzt durch: A 129 860 04 88 || | ||
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| | | 272 || A1298600488 || VERSTELLUNG RECHTER SITZ ||001 | ||
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| | | 275 || A1298600039 || WELLE || 002 | ||
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| | | 278 || A1298210034 || FEDER BIEGSAME WELLE AN MOTOR || 002 | ||
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| | | 281 || A1299902512 || SCHRAUBE Ersetzt durch: A 129 990 36 12 || | ||
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| | | 281 || A1299903612 || SCHRAUBE GURTVERSTELLUNG || 004 | ||
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| | | 284 || A1839903540 || SCHEIBE GURTVERSTELLUNG || 004 | ||
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| | | 287 || A0008602280 || FEUERLOESCHER Ersetzt durch: A 000 860 33 80 • +001 A 000 866 02 14 • +001 A 000 866 05 71 || | ||
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| 287 || A0008603380 || FEUERLOESCHER || 001 | | 287 || A0008603380 || FEUERLOESCHER || 001 | ||
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====Traumhafter Erfolg bei der Lederpflege am SL==== | ====Traumhafter Erfolg bei der Lederpflege am SL==== | ||
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Text und Fotos: Kurt Schendler (CR16/S83) | |||
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Wer kennt sie nicht, die „Problemstelle“ am Lederpolster der Rückenlehne des Fahrersitzes unserer | Wer kennt sie nicht, die „Problemstelle“ am Lederpolster der Rückenlehne des Fahrersitzes unserer R129? | ||
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Wenig gute, aber häufig teure Ausbesserungen | Wenig gute, aber häufig teure Ausbesserungen durch Einnähen von Ersatz-Lederteilen an dieser Stelle, wie ich sie leider an verschiedenen Fahrzeugen sehen konnte, ließen mich nach einer alternativen Lösung dieser Schadensbeseitigung suchen. Tatsächlich fand ich auch etwas. Vor einigen Jahren stieß ich bei einem Messebesuch auf den Stand einer Firma, die sich mit Lederinstandsetzung und Lederpflege präsentierte. Nach meiner Problemdarstellung überreichte man mir dort, sehr überzeugend, ein kleines Fläschchen Lederfarbe mit einem ebenso sehr kleinen Schwamm und dem Hinweis, dass damit alle Kratz- und Scheuerpuren an der Wange des Lederpolsters spurlos zu beseitigen wären. Noch leicht ungläubig wagte ich mich an den Einsatz dieses Mittels heran und war erstaunt, wie leicht sich tatsächlich alle Schadstellen beseitigen ließen. Der kaum enden wollende Inhalt des Fläschchens erfreut mich heute noch, da man zur Beseitigung von Kratzern nur sehr wenig Lederfarbe benötigt. | ||
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Bei der Arbeit an unserem R129 SL-Club-Messestand | Bei der Arbeit an unserem R129 SL-Club-Messestand auf der diesjährigen „Bremen Classic Motorshow“ erhielten wir Besuch von Herrn Jörg Rausch, der sich als Geschäftsführer der Lederzentrum GmbH Rosdorf bei Göttingen zu erkennen gab. Sofort konnte ich aus positiver Betroffenheit dieses Unternehmen zuordnen und lobte ihm gegenüber meinen hervorragenden Einsatz der aus seiner Firma stammenden Lederfarbe. Seine charmante Antwort dazu war, dass man unter Verwendung einer Vielzahl der Produkte seines Unternehmens wesentlich mehr leisten könne, als nur diese Art von Lederschäden zu beheben. | ||
Wir sollten doch mal mit einem unserer | Wir sollten doch mal mit einem unserer Clubfahrzeuge in seiner Firma erscheinen, um uns ein größeres Leistungsspektrum der Lederreparatur und –pflege vorführen zu lassen. | ||
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Mein Clubfreund Heinrich Kornek | Mein Clubfreund Heinrich Kornek hatte sich im Jahr 2009 den Wunsch nach einem SL500 mit hellgrauer Leder-Innenausstattung erfüllen können. Jedoch leider mit einigen nicht unerheblichen Gebrauchsspuren im, bei dieser hellen Farbe, sehr sensiblen Innenraum. Schäden im Leder des Fahrersitzes sowie auch im Kunstleder der Seitenverkleidungen waren teils so erheblich, dass ich an eine spurlose Reparatur nicht glauben wollte. Nach Zusendung der Fotos zum Schadensumfang kam vom Lederzentrum überraschend die Antwort: „Der Fall ist ideal und hat alle typischen Schäden, die man sich für eine Vorführung wünschen könnte. Das Leder wird wieder schön!“- | ||
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Die Sitzwange vorher | Die Sitzwange vorher und nach dem Reinigen, Entfetten, Glattschleifen, | ||
der Farblichen Angleichung und der Pflege. | der Farblichen Angleichung und der Pflege. | ||
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Das | Das Vorschleifen zum Glätten ist wichtig, damit nach der Färbung die Oberfläche schön glatt wird. | ||
Immer noch etwas skeptisch machten wir uns zum verabredeten Zeitpunkt auf den Weg nach Rosdorf. Was uns dort dann vorgeführt wurde, besagt die Überschrift dieses Artikels. Wenn man nicht selber erlebt hätte, wie sich die Wandlung vom schlechten Zustand zum traumhaften Endergebnis vollzog, würde man der Fotodokumentation unterstellen können, dass man vorher ein Neufahrzeug fotografiert hätte, das nachträglich beschädigt wurde. | Immer noch etwas skeptisch machten wir uns zum verabredeten Zeitpunkt auf den Weg nach Rosdorf. Was uns dort dann vorgeführt wurde, besagt die Überschrift dieses Artikels. Wenn man nicht selber erlebt hätte, wie sich die Wandlung vom schlechten Zustand zum traumhaften Endergebnis vollzog, würde man der Fotodokumentation unterstellen können, dass man vorher ein Neufahrzeug fotografiert hätte, das nachträglich beschädigt wurde. | ||
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Beginnend mit der Reinigung des Leders, über die Anmischung der konkret identischen Lederfarbe des Autos, den Einsatz von Flüssigleder bei der Beseitigung von Rissen, die Schadensbehebung im Kunstleder mit allen dazu nötigen Arbeitsschritten, Einsatz der dabei verwendeten Produkte und so weiter, ist nicht möglich, in textlich kurzer Form zu berichten. Man sollte sich dazu die Zeit nehmen und im Internet unter http://www.youtube.com/user/lederzentrum#p/u die traumhafte Wandlung des Classic-Roadsters | Beginnend mit der Reinigung des Leders, über die Anmischung der konkret identischen Lederfarbe des Autos, den Einsatz von Flüssigleder bei der Beseitigung von Rissen, die Schadensbehebung im Kunstleder mit allen dazu nötigen Arbeitsschritten, Einsatz der dabei verwendeten Produkte und so weiter, ist nicht möglich, in textlich kurzer Form zu berichten. Man sollte sich dazu die Zeit nehmen und im Internet unter http://www.youtube.com/user/lederzentrum#p/u die traumhafte Wandlung des Classic-Roadsters anschauen. | ||
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===Fondsitze im R129=== | |||
Text: Karl Kübler (CR12/S12) | |||
Immer wieder kommen Nachfragen zum Thema "Fondsitze" im R129. Deshalb ein kurzes Statement aus der ehemaligen Entwicklungsphase, zum Maßkonzept und auch zum nachträglichen Einbau. | Immer wieder kommen Nachfragen zum Thema "Fondsitze" im R129. Deshalb ein kurzes Statement aus der ehemaligen Entwicklungsphase, zum Maßkonzept und auch zum nachträglichen Einbau. | ||
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* Fondsitze und Bose Sound-System schließen sich aus, da Bassbox und Verstärker im Fondraum links untergebracht sind. | * Fondsitze und Bose Sound-System schließen sich aus, da Bassbox und Verstärker im Fondraum links untergebracht sind. | ||
* Ein Umbau nach MB-Anleitung ist auch für handwerklich begabte Leute machbar (siehe R129-Classic Roadster 02/2006, Seite 32). | * Ein Umbau nach MB-Anleitung ist auch für handwerklich begabte Leute machbar (siehe R129-Classic Roadster 02/2006, Seite 32). | ||
* Fondsitzbank kpl. ist im diversen Handel käuflich zu erwerben, so um die 1000.-EUR. | * Fondsitzbank kpl. ist im diversen Handel käuflich zu erwerben, so um die 1000.- EUR. | ||
* Nach Umbau ist empfehlenswert, dies im Fahrzeugbrief zu ergänzen, sofern n. n. eingetragen ('''2+2-Sitzer u. max. | * Nach Umbau ist es empfehlenswert, dies im Fahrzeugbrief zu ergänzen, sofern n. n. eingetragen ('''2+2-Sitzer u. max.2x50 kg Belast.'''). | ||
* Maßkonzeptauslegung war die 5%-Frau nach SAE-Schablone von 1975, d.h. nur 5% der Frauen sind/waren kleiner. | * Maßkonzeptauslegung war die 5%-Frau nach SAE-Schablone von 1975, d. h. nur 5% der Frauen sind/waren kleiner. | ||
* 5%- Frau misst von Sitzfläche bis Oberkante Kopf ca. 83cm (gibt in gerader Sitzposition eine Überschneidung von Kopf/Überrollbügel). | * 5%-Frau misst von Sitzfläche bis Oberkante Kopf ca. 83cm (gibt in gerader Sitzposition eine Überschneidung von Kopf/Überrollbügel). | ||
* Bügel ist für den Notfall dick gepolstert, sollte aber lt. | * Bügel ist für den Notfall dick gepolstert, sollte aber lt. R129-Bedienungsanleitung aufgestellt werden, wenn Fond mit Personen besetzt. | ||
* Vordersitz/Sitzverstelldiagramm ist bei Belegung der 5%-Frau zwangsläufig ganz vorn und oben. | * Vordersitz/Sitzverstelldiagramm ist bei Belegung der 5%-Frau zwangsläufig ganz vorn und oben. | ||
* Alter der Kinder oder Personen spielt keine Rolle, nur die Größe | * Alter der Kinder oder Personen spielt keine Rolle, nur die Größe 150 cm und Gewicht 50 kg sind entscheidend. | ||
* Bei Gegenständen im Fondraum muss Bahnkurve des Ü-Bügels frei sein. | * Bei Gegenständen im Fondraum muss Bahnkurve des Ü-Bügels frei sein. | ||
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Wie gesagt, das war der Stand 1989, am Ende der Entwicklung und bei Serienbeginn. Ab 08.04.2003 gilt nach ''' | Wie gesagt, das war der Stand 1989, am Ende der Entwicklung und bei Serienbeginn. Ab 08.04.2003 gilt nach '''StVO §21''' für den R129 mit Zweipunktgurten hinten: | ||
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* '''Keine Kinder bis zum 3. Lebensjahr''', außer wenn nach ECE-Prüfnorm 44/03 oder 44/04 neueste Rückhaltesysteme vorhanden. | * '''Keine Kinder bis zum 3. Lebensjahr''', außer wenn nach ECE-Prüfnorm 44/03 oder 44/04 neueste Rückhaltesysteme vorhanden. | ||
* '''Kinder zwischen 3 und 12 Jahren''', jedoch kleiner als 150cm dürfen nur in amtlich genehmigten Rückhaltesystemen nach | * '''Kinder zwischen 3 und 12 Jahren''', jedoch kleiner als 150cm, dürfen nur in amtlich genehmigten Rückhaltesystemen nach StVO §21 mitgenommen werden. | ||
* '''Kinder ab 12 Jahren''' (i.d.R. größer als 150cm) dürfen mitgenommen werden. | * '''Kinder ab 12 Jahren''' (i.d.R. größer als 150cm) dürfen mitgenommen werden. | ||
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Diese Auslegungen/Empfehlungen sind nur ein grober Hinweis, dass das Thema inzwischen sehr kritisch gesehen werden sollte. Viele Besitzer handhaben dies oft | Diese Auslegungen/Empfehlungen sind nur ein grober Hinweis, dass das Thema inzwischen sehr kritisch gesehen werden sollte. Viele Besitzer handhaben dies oft sehr „hemdsärmelig“, sowohl von der Sitzbelegung als auch von einem gebastelten Umbau. Es ist aber sinnvoll, sich aus Sicherheits- und Versicherungsgründen strikt an die StVO-Vorschriften zu halten. | ||
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===Nachrüstung Notsitzbank=== | |||
Text und Fotos: Reinhard Schwab (CR04/S18) | |||
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Umbauanleitung zur Nachrüstung des R129 mit Notsitzen, zunächst sollte man sicher sein, dass man alle Teile hat: | |||
* eine Sitzbank | |||
* zwei Rückenlehnen | |||
* zwei Beckengurte | |||
* zwei Gurtschlösser | |||
* zwei Arretierungshaken für die Rückenlehnen | |||
* zwei Klammern für die Befestigung der Sitzbank (orange) | |||
* sowie die ensprechenden Schrauben | |||
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| [[Datei:Fondsitzbank Abb (0).jpg|150px|mini|zentriert|alternativtext=Fondsitzbank Teile|Fondsitzbank Teile]] | |||
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Ich habe beim Ausbau vergessen, die ersten Schritte mit Fotos festzuhalten. Ich hoffe, die Erklärungen helfen weiter. Als erstes muss die komplette hintere Ablage raus. Wer ein Bose-Soundsystem drin hat so wie ich, fängt am besten auf der Beifahrerseite an. Deckel aufklappen und die innere Plastikabdeckung rausnehmen (einmal angeschraubt am Tunnel). | |||
Dann sieht man schon die Befestigung vorne. Diese losschrauben. Nun auf der anderen Seite die Bassbox und Subwoofer entfernen. | |||
Drei Schrauben und Stecker lösen. Beides rausnehmen (Bei mir hat die Bassbox gut gehalten, fast wie geklebt.). Jetzt auch auf dieser Seite die Befestigung vorne abschrauben. Als Nächstes die Kontakte der verschließbaren Deckel lösen und das ganze Teil wegnehmen. | |||
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[[Datei:Fondsitzbank Abb (1).jpg|150px|mini|zentriert|alternativtext=Fondsitzbank Abb (1)|Fondsitzbank Abb (1)]] | |||
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Jetzt muss die hintere Verkleidung raus, aber vorher erst noch markieren, wo die Rückenlehnen verschraubt werden. Wenn man sich die Rückenlehen betrachtet, sieht man die beiden Laschen, die nachher am Fahrzeug verschraubt werden. Es gibt entsprechende Aufnahmen an der Karosserie für diese Laschen. Hierzu einfach einen stabilen Draht nehmen (5-10 cm, oder etwas anderes, was sich hinter die Verkleidung führen lässt), hinter die Verkleidung führen und dann von links und rechts die Aufnahmen erfühlen und mit Edding vorne markieren. Das muss nämlich nachher ausgeschnitten werden. | |||
Um die Verkleidung wegzunehmen, zunächst auf beiden Seiten die Gummidichtung wegnehmen '''(siehe Abb. 1)''', danach auf beiden Seiten die sichtbaren Plastikkappen lösen und Schrauben entfernen '''(im Bild nicht direkt zu sehen, Abb. 2)'''. | |||
Danach vorsichtig die Verkleidung wegnehmen. Sie ist noch an verschiedenen Punkten mit Steckstiften gesichert, einfach vorsichtig herausziehen. Jetzt kann man die Gurte und Gurtschlösser befestigen. Über den entsprechenden Aufnahmen verläuft Teppichmaterial, einfach vorsichtig anheben, dann sieht man bereits auf der Rückseite die Markierungen, an welchen eingeschnitten werden muss. | |||
Auf der Fahrerseite ist zum Kofferraum hin noch eine Lasche (Winkel) angebracht, an welcher die Bassbox angeschraubt war. Diese Lasche muss weg. Ich habe sie mit einer Blechschere unten eingeschnitten und dann nach unten gebogen. Bei Bedarf kann man diese wieder nach oben biegen und wiederverwenden. Jetzt mal die beiden Klammern einstecken und die Sitzbank probehalber installieren. | |||
Nun geht es an die Ausschnitte für die Laschen der Rücklehnen. In der Breite ist ja angezeichnet, noch die Höhe messen und weg damit. Nicht wegschmeissen, kann sein, man braucht es noch (erkläre ich gleich). Die Löcher für die Arretierung der Rückenlehnen müssen nun angebracht werden. Hier gibt es leider keine werksseitige Markierung. Da muss man einfach mal messen und mit gutem Augenmass dran gehen. Am besten das Loch erstmal noch etwas kleiner wählen, falls man nicht genau dort ausschneidet, wo nachher die Arretierung rausschaut. Falls man etwas daneben liegt, kann man die anderen Teile, die man nicht wegschmeissen sollte, wieder dazu verwenden, das zu grosse Loch wieder zu verkleinern. | |||
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[[Datei:Fondsitzbank Abb (2).jpg|150px|mini|zentriert|alternativtext=Fondsitzbank Abb (2)|Fondsitzbank Abb. (2)]] | |||
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Bevor man nun wieder alles zusammenbaut, muss der Subwoofer noch irgendwo hin. Ich habe ihn hinter dem Fahrersitz platziert '''(Abb. 2)'''. Hierzu muss das Anschlusskabel herausverlegt werden. Man muss dazu die Teppichverkleidung im Fussraum lösen und dann das Kabel unten durchführen. | |||
Jetzt kann alles wieder vorsichtig zusammengebaut werden. Leider ohne Bassbox. | |||
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[[Datei:Fondsitzbank Abb (3).jpg|150px|mini|zentriert|alternativtext=Sehr selten: Fondsitzbank, Mopf-I, in Ausführung Stoff (Fahrzeug von Ulrich Wanders)|Sehr selten: Fondsitzbank, Mopf-I, in Ausführung Stoff (Fahrzeug von Ulrich Wanders)]] | |||
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[[Datei:Fondsitzbank Abb (4).jpg|150px|mini|zentriert|alternativtext=Ansicht vorher - ohne Fondsitzbank|Ansicht vorher - ohne Fondsitzbank]] | |||
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Aktuelle Version vom 27. Dezember 2023, 21:06 Uhr
Der Sitz, der den Anblick spaltet
Text und Fotos: Kai Bürger (CR38/S113)

Was kann damit wohl gemeint sein, überlegt ein Laie? Viele Besitzer eines R129 haben wahrscheinlich direkt eine Vermutung. Genau: Es ist die vordere Verkleidung des Gurtaufrollers an einem oder beiden vorderen Sitzen gemeint. Hier klafft des öfteren ein mehr oder weniger großer Spalt. Durch gekonntes Zusammenschieben verschwindet dieser kurzzeitig, ist aber meist nach einer Bewegung wieder vorhanden.
Das tut dem Nutzen und der Bedienung des Sitzes zwar keinen Abbruch, aber es sieht einfach nicht schön aus. Die Ursache ist eine müde gewordene Halterung aus Kunststoff. Wie so oft bei unseren Fahrzeugen bricht hier gerne schon einmal etwas weg. Besonders schlimm ist es dort, wo es auch noch viel Wärmeeinwirkung gibt. Also zum Beispiel im Motorraum oder dem der Sonne ausgesetzten Innenraum. Denn es gilt weiterhin der Merksatz „Kunststoffe werden im Alter nicht schöner“.
Um allerdings diese Verkleidung wieder an ihrem Ursprungsort „festzutackern“, müssen diverse Schrauben und andere Verkleidungen gelöst und beseitigt werden. Ich habe hier versucht, das recht übersichtlich darzustellen. Für Informationen bis ins kleinste Detail bitte ich, mich direkt anzuschreiben oder sich der Anleitung aus dem WIS (Werkstatt-Informations-System, sofern vorhanden) zu widmen. Ich beschreibe hier nur meinen gefundenen Weg anhand der Mercedes-Benz-Reparaturvideos auf der Plattform YouTube.
Zuerst ist einmal das Sitzkissen auszubauen. Die beiden Sechskant-Schrauben befinden sich links und rechts unter dem Sitzkissen. Nach dem Lösen der Schrauben bitte auch die Kabelverbindung der Sitzheizung lösen. Diese ist etwas versteckt am hinteren Rahmen angeclipst. Wenn die Sitzfläche leicht nach vorn gezogen wird, kommt man dort gut dran, ohne sie zu sehen.

Als Nächstes sind nun alle Schrauben am unteren Teil der Lehne zu entfernen. Diese dienen unter anderem der Arretierung des Lehnenpolsters und der großen hinteren Verkleidung. Danach kann nun auch das Polster der Lehne entfernt werden, indem man es nach unten herauszieht. Bitte darauf achten, dass die Gummis für die Dorne nicht verschwinden. Zum Entfernen der hinteren Abdeckung sind noch weitere Schrauben von vorne zu lösen. Damit man nun die letzte Verkleidung entfernen kann, müssen noch diverse Schrauben entfernt werden. Nicht leicht aufzufinden sind die an der Griffmulde. Nach Entfernung der Griffmulde sind darunter weitere Schrauben zu lösen.
Nach der Demontage dieser Verkleidung legt man nun den eigentlichen „Übeltäter“ frei. Bei einem Blick von oben ist auch direkt zu sehen, warum der Spalt so „schön“ klafft. Eine Befestigungsschiene aus Kunststoff ist gebrochen. Das kann an verschiedenen Stellen dieses Teils passieren, meist aber an der hier gezeigten oder an der Stelle mit dem Langloch. In der Vergangenheit wurden verschiedene Kollegen, auch aus unserem Club, sehr erfinderisch, formten Bleche und bauten diese ein, um auf ewig Ruhe zu haben. Denn ein einfacher Kunststoffkleber oder Sekundenkleber hält bei Teilen, die Bewegungen und Erschütterungen ausgesetzt sind, meist nicht länger, als der Zusammenbau dauert.
Kurz vorher war ich allerdings auf die „Schweißnaht aus der Flasche“ gestoßen. Dieses Produkt von einer Firma aus Österreich sah sehr vielversprechend aus, und ich wollte es einfach mal ausprobieren. Mein erstes Reparaturopfer war daher ein Regenschirm mit einer gebrochenen Kunststoffarretierung, die bei geschlossenem Schirm schon eine gewisse Vorspannung aushalten muss.
Das Produkt besteht aus einem Kunststoffgranulat und einem Sekundenkleber. Das Granulat wird auf die zusammengefügten Teile und drumherum „aufgeschüttet“, und mit einem Tropfen des Sekundenklebers wird eine chemische Reaktion in Gang gesetzt. Es entsteht eine neue, gut belastbare Kunststoffschicht. Zwei Wiederholungen und an dieser Stelle wird das Teil nie wieder brechen. Hier bitte ich, sich einmal gerne selbst auf der Herstellerseite zu informieren und natürlich erfolgt die Anwendung auf eigene Verantwortung.
Da die besagte Halterung also primär an einem der beiden Enden bricht, verstärkte und reparierte ich diese. Da die absolute Aushärtungszeit keine zehn Minuten beträgt, konnte ich auch direkt wieder mit der Montage beginnen. Hierbei bitte immer auf die korrekten Längen und Gewinde der Schrauben achten: gleiche Schraube an gleicher Stelle inklusive der Unterlegscheibe! Und immer daran denken: „nach fest kommt ab“. Die Schrauben also festziehen, aber mit Bedacht, besonders bei den Kunststoffteilen. Sonst ist die nächste Reparatur sofort fällig.
WICHTIG! Es ist darauf achten, dass die Abdeckung des Gurtaufrollers wieder so eingesetzt wird, dass der Gurt komplett freigängig ist. Ansonsten erfolgt der Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge.
Zusätzlich möchte ich hier auf den angeklebten „Zettel“ am Sitzgestell des Beifahrersitzes hinweisen. Dort klebt in der Regel die Datenkarte des Fahrzeuges. Falls die Originale nicht mehr vorhanden sein sollten, ist hier eine Kurzausführung angebracht.
Ich hoffe, mit dieser kurzen Anleitung etwas „Dichte an den Spalt“ gebracht zu haben und verweise noch einmal auf die Mercedes-Benz Reparaturanleitungen auf YouTube, das WIS (Werkstatt-Informations-System) oder die R129 DVD, in der das WIS eingebettet ist.
Aus dem Nähkästchen: Instandsetzung Halter Gurtaustrittsöffnung (Dziendziel/Kübler)
Text: Stefan Dziendziel & Karl Kübler Fotos: Karl Kübler (CR20/S23)
Es kann im Laufe der Jahre vorkommen, dass die Kunststofflasche der „Verkleidung Gurtaustritt“ am obersten Befestigungspunkt bricht. Bild 01 und 04
Dieses Verkleidungsteil in Originalausstattung ist entweder nur sehr schwer oder gar nicht mehr zu beschaffen. Es bleibt nur eine Reparaturlösung. Dazu hat unser Technikreferent Stefan einen Trick entwickelt, wie man die Kunststofflasche wieder zusammenfügen kann.
Man braucht dazu lediglich zwei etwas breitere Kabelbänder und Sekundenkleber.
Als ersten Schritt muss man Sitz- und Rückenpolster demontieren. Bild 02
Danach kommt man an die Befestigungen der Verkleidung des Gurtaustritts und kann diese lösen. Bild 03
Die Verkleidung des Gurtaustritts kann nun über das Gurtband nach unten geklappt werden, um gut an der Schadensstelle arbeiten zu können. Bild 05
Nun fügt man die Bruchstelle mit Sekundenkleber zusammen und klebt auf die Kunststofflasche zusätzlich die zwei Kabelbänder. Bild 06
Wenn der Sekundenkleber seine endgültige Klebekraft erreicht hat, die Kabelbänder am Ende der Kunststofflasche abzwicken, fertig ist die stabile Halterung. Das Ganze dann wieder in ungekehrter Reihenfolge zusammenbauen.
Soll ich oder soll ich mich nicht dem Sitz nähern?
Text und Fotos: Klaus J. Eßer (G3/S17)
Unsere Sitze sind recht komplexe Gebilde, die erstaunlich gut funktionieren. Ja, bis die erlauchte Damenwelt (und tumbe Männerhände) die Lehne bewegen wollen (sollen). Dann passiert das Unvermeidliche, wenn nicht am dafür vorgesehenen Bügel gezerrt wird.
Wie das? Wenn die sauschwere Lehne genügend oft am oberen Ende ergriffen und bewegt wird, dann passiert das Unvermeidliche. Danach sieht es dann so aus:

Die Verkleidung des Sitzes klafft. Und das nicht zu knapp und überhaupt nicht schön! Wer es nicht sieht, schaue mal in die untere rechte Ecke des Bildes…
Die Verkleidung des Gurtaustritts ist oben mit einer Lasche am Sitzrahmen befestigt und bricht (denn sie ist schon im Werk todgeweiht, weil zu stark angezogen). So was lässt sich leicht reparieren – wenn man dran kommt. Um dem Ding an die Wäsche zu gehen, muss man so Einiges am Sitz entfernen. Das ist nichts für Angsthasen, aber für entschlossene Männer leicht zu schaffen. Man sollte sich zuvor auf etwa drei Stunden Feinwerktechnik einstellen. Eine entsprechende Anleitung findet sich im WHB hier 91-055.
Zunächst muss das Sitzkissen entfernt werden. Vorne re/li am Sitz ist es mit zwei Schrauben befestigt, die je nach Baujahr sehr aufwendig oder recht simpel sind. Nun wird das Sitzkissen hinten von den Anschlüssen der Sitzheizung und bei neueren Modellen auch der Sitzbelegungserkennung befreit. Die Stecker sind von hinten zugänglich und man wird viele neue Worte erfinden. Das gehört zum Ritual ;-))
Nun kann das Kissen raus (ggf. auch den pneumatischen Anschluss der Kissenverstellung öffnen) und man greift zunächst mal zum Staubsauger, um die Hinterlassenschaften etwaiger Vorgänger oder auch die eigenen zu beseitigen. Dabei kann man jede Menge E-Technik bewundern, die zur Verstellung des Sitzen und ggf. auch der Memory-Schaltungen nötig ist.

Nun muss die Lehne raus, also nach vorn klappen und zwei versteckte Schrauben 3 unten am Rahmen entfernen. Dann kann man auch die Lehne entfernen, sofern man zuvor den dahinter versteckten Kontakt zur Sitzheizung gelöst hat. Sollte man den Luxus einer orthopädischen Lehne haben, müssen auch diese pneumatischen Leitungen ab! Dazu kann ein zweiter Helfer nützlich sein. Wenn die Lehne partout nicht raus will, hat man die falschen zwei Schrauben erwischt…;-))
Demontage Fahrersitzverkleidung

Nun wird wohl wieder der Staubsauger dröhnen, aber man hat die Innereien des Sitzes vor sich! Respekt ist angebraucht, aber man(n) kann den Sitz ruhig mal bewegen, spannend!
Ein Blick auf die Werksanleitung 91-060 zeigt, wo die sieben Schrauben der langen Sitzverkleidung sind, die müssen raus! Dabei wird die eine oder andere wohl ihr Kunststoffbett mitbringen. Das ist nicht zu ändern und wird mit jedem Jahr schlimmer. Nach meiner Erfahrung sind die frühen Autos mit besserem Kunststoff gesegnet, aber die Zeit und Temperaturänderungen schaffen auch die. Wenn es nicht alle sind, braucht man keinen Zweikomponentenkleber (der 100 Grd können sollte), ansonsten wird man ihn brauchen.
Nun kann man die lange Verkleidung entfernen oder besser nur nach hinten klappen, dann wird die Bescherung sichtbar. Die Lasche ist einfach gebrochen, wohl meist, weil sie im Werk zu sehr angezogen wurde. Die zu reparieren ist nicht schwer, eine Blechlasche mit Schrauben darüber oder darunter angebracht, und die Sache sollte erledigt sein.
Nun muss die Verkleidung wieder an ihren Platz, dabei will immer zumindest eine Schraube übrig bleiben, suchen! Alle haben ihren Platz! Insgesamt ist es überhaupt nicht schwierig, man muss sich nur Zeit lassen und ggf. auch einen Clubfreund zu Rate ziehen. Viel Spass, auf das der Sitz nicht mehr klafft!
Istandsetzung Halter Gurtaustrittsöffnung (Berg)
Text und Fotos: Frank Berg (G4/S19)
Das bekannte Problem des „Klaffens“ der Sitzverkleidung oben am Gurtaustritt ist hier noch mal beschrieben. Die Beschreibung in der Garage 3 ließ zu viele Fragen offen.
Zutaten
- Reparaturanleitungen
- 91-0055 - Fahrersitzkissen und Lehnenpolster aus-, einbauen Typ 129
- 91-0060 - Verkleidung seitlich am Lehnenrahmen aus-, einbauen Typ 129
- 91-0075 - Verkleidung am Gurtumlenkbeschlag oben aus-, einbauen Typ 129
- 2k PU Kleber
- Glasfaserflies fein
- Tesafilm
- Klarsichtfolie
- ggf. 4 mm Bohrer
- Einweg Handschuhe
Prozedere
- Sitzpolster ausbauen.
- Lehne ausbauen - (unten nur die zwei äußeren Schrauben lösen, die größeren inneren Schrauben können drin bleiben).
- Verkleidung am Lehnenrahmen ausbauen - (Ich habe mit der Griffschale angefangen.)
Reparatur
Für die Verkleidung am Lehnenrahmen war es etwas kniffelig, die korrekten Schrauben zu finden.
(Achtung: Die Schrauben haben teils unterschiedliche Längen, bitte sorgsam ablegen und nicht verbummeln, die gibt es nicht einzeln).
Wenn die Verkleidung ab ist, werden die Schrauben für die Verkleidung des Gurtumlenkbeschlages sichtbar. Üblicherweise ist mindestens die obere Lasche gebrochen.
Zur Reparatur schneide ich ein Stück Glasfaserflies zurecht, so dass ich es wie einen Umschlag längs mit 1 cm Überstand um das gebrochene Teil legen kann. Den Magnesiumrahmen mit dem Bohrloch klebe ich mit Tesafilm ab, so dass nichts von dem PU-Kleber festkleben kann.
Der trickreiche Teil kommt nun: ca. 1 cm Glasfaservlies an den Stumpf kleben, das Gehäuse auf die Endposition an der Lehne zu bringen. Den nun auf dem Rahmen liegenden Vliesteil mit PU Kleber bestreichen, und die Reste von dem Halter darauf wieder zusammen zufügen. PU Kleber obendrauf und dann das Vlies nun auf den oberen Teil umschlagen und wieder mit PU Kleber bestreichen.

Nun die Klarsichtfolie über den PU Kleber legen und dann den Kleber so formen, dass man mit dem Ergebnis zufrieden ist.
Mein PU Kleber war schnell aushärtend, da reicht bei entsprechender Vorbereitung die Zeit gerade so, alle Schritte zu vollziehen, bis der Kleber verhärtet ist. Für Fotos der Arbeitsschritte war hier leider definitiv keine Zeit…
Nachdem alles ausgehärtet ist, den geflickten Teil mit einem Messer von dem Tesafilm abhebeln und die Klarsichtfolie sowie die Reste vom Tesafilm entfernen.

Ggf. die neu geformte Lasche mit dem Messer nacharbeiten, bis man zufrieden ist. Dann noch ein Loch bohren, wo die Schraube durchkommt. Für die Position des Lochs habe eine Kugel Butylknete auf das voraussichtliche Bohrloch geklebt und dann am Sitz abgeformt.
Fertig ;-)
Sitzpolster verstärken
Text und Fotos: Karl-Heinz Hollas † (CR30/S100)
Nach einiger Zeit wird die Gummihaarmatte und der Federkern im Sitzpolster weich. Die Folge ist, dass man das Gefühl hat, je nach individueller Form des „Hintern“, auf dem Steißbein zu sitzen. Es gibt die Möglichkeit, das Sitzpolster zu verstärken. Die Anweisung, wie in diesem Fall vorzugehen ist, soll an dieser Stelle beschrieben werden.
Bei der Firma D. Balzer in Mönchengladbach Tel. 02161/354310 sind die Zuschnitte zu beschaffen. Zu bestellen sind die Art.Nr.:
- 090170929/1
- 090170929/2
- 090170929/3
Ausbau Sitzpolster
Die beiden Schrauben vorne rechts und links am Sitzpolster herausschrauben (bis ca. 1994 Kreuzschlitz-, danach Sechskantschraube SW10). Das Sitzpolster dann vorne anheben und nach vorne herausziehen. Stecker von der Sitzheizung trennen, Sitzpolster vollständig herausnehmen und auf einer geeigneten Ablage mit dem Polster nach unten ablegen.
Jetzt den Sitzbezug von der Sitzschale lösen, indem mit leichtem Druck auf die Sitzschale das Polster entlastet wird. Dann den Bezug aus der Nut der Sitzschale ziehen. Im vorderen Bereich sind einige Klammern verbaut, darauf achten, dass diese Klammen nicht in der Nut bleiben. Die Sitzschale aus dem Sitzpolster ziehen, zunächst hinten anheben und dann nach hinten herausziehen. Das Kabel für die Sitzheizung herausnehmen.
Einbau Verstärkung
Jetzt das graue Schaumpolster entfernen und die Zuschnittstücke einfügen (Handschuhe anziehen, da an der Sitzschale scharfe Blechkanten sind.)
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Einbau Sitzpolster
Jetzt den Sitzbezug wieder auf die Sitzschale ziehen. Darauf achten, dass das umlaufende Flachmaterial in die vorgesehene Nut in der Gummihaarmatte greift. Zuerst vorne einstecken, dann die seitlichen Laschen über das Flachmaterial klappen und das Kabel für die Sitzheizung verlegen. Darauf achten, dass das Kabel keinen Kontakt zu den Metallteilen des Sitzgestells hat.
Wenn die Sitzschale wieder gut in die Gummihaarmatte gesetzt ist, kann das Polster wieder in die Nut an der Sitzschale gekrempelt werden. An der vorderen Nut wieder darauf achten, dass die kleinen Klammern wieder verbaut sind. Sitzkissen auf das Sitzgestell auflegen, das Kabel der Sitzheizung kontaktieren, jetzt zuerst hinten mit den Stiften der Sitzschale in die Gummitüllen am Sitzrahmen stecken, vorne nach unten drücken und die beiden Schrauben rechts und links wieder einschrauben. Fertig… viel Freude am neuen Sitzgefühl
Zeitaufwand ca.1 Stunde; Kosten ca. 35 € pro Sitz
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Aus dem Nähkästchen: Klapphebel Sitzlehne außer Funktion
Text und Fotos: Karl Kübler & Stefan Dziendziel (CR19/S22)
Was tun, wenn sich die Sitz-Rückenlehne nicht mehr umklappen lässt, d. h. wenn der Klapphebel nicht mehr „anspricht“? Beim Dach-Workshop der RT Heilbronn demonstrierte unser Dachexperte Stefan nebenbei diesen Trick unter dem Motto „großes Problem, kleine Ursache“, was in Minuten auch von einem Nicht-Fachmann/frau erledigt werden kann.
Dieses Problem kann durchaus einmal auftreten, wenn die Verbindungsseile vom Klapphebel zur Raste „ausgeleiert“ sind. Dann gibt es die Möglichkeit, diese Verbindungsseile so nachzustellen, dass die Raste wieder greift.
Üblicherweise muss dazu die komplette Rückenlehne ausgebaut werden, was einen größeren Aufwand bedeutet. Es gibt aber einen einfachen Trick: Um an die Seile heranzukommen, muss die Plastikabdeckung abgeschraubt werden. Wenn der Klapphebel hochgezogen wird, erscheint darunter die äußere Schraubverbindung, zu lösen mit einem Schraubendreher. Die innere Schraubverbindung erreicht man durch kräftiges Wegdrücken der Seitenwange, zu lösen mit einem kleinen Ratschenschlüssel.
Danach kann die Plastikabdeckung abgenommen werden und es erscheinen die Seile mit den Nachstellmuttern.
Mit einem Gabelschlüssel können nun die Kontermuttern gelöst und die Seile nachgespannt werden. Achtung: Seile nicht zu straff spannen, sonst verrastet der Sitz nicht korrekt und es „gongt“ dann unaufhörlich.
| Nr. | Teilenummer | Benennung/Zusatzinformation | Anzahl |
|---|---|---|---|
| 5 | A1299103520 | SITZGESTELL LINKS | 001 |
| 5 | A1299103620 | SITZGESTELL RECHTS | 001 |
| 8 | A1299140049 | AUFNAHME | 004 |
| 11 | A1299100474 | ZUGENTRIEGELUNG INNEN | 002 |
| 14 | A1299100361 | ARRETIERUNG Ersetzt durch: A 129 910 15 61 +001 A 129 820 25 07 | |
| 14 | A1299101561 | ARRETIERUNG INNEN LINKS | 001 |
| 14 | A1299100461 | ARRETIERUNG Ersetzt durch: A 129 910 16 61 +001 A 129 820 26 07 | |
| 14 | A1299101661 | ARRETIERUNG INNEN RECHTS | 001 |
| 17 | A1299901212 | SCHRAUBE | 004 |
| 20 | A1839903540 | SCHEIBE | 004 |
| 23 | A1299900921 | SCHRAUBE | 006 |
| 26 | A1299901840 | SCHEIBE | 006 |
| 32 | A1299923801 | BUECHSE | 002 |
| 35 | A1299923901 | BUECHSE | 002 |
| 38 | A1299924001 | BUECHSE | 004 |
| 41 | A1299100371 | HEBEL LINKS | 001 |
| 41 | A1299100471 | HEBEL RECHTS | 001 |
| 44 | A1299100274 | ZUGRUECKENLEHNENBEGRENZUNG | 002 |
| 47 | A1299900075 | SCHRAUBE | 004 |
| 50 | A1299100161 | ARRETIERUNG Ersetzt durch: A 129 910 13 61 | |
| 50 | A1299101361 | ARRETIERUNG AUSSEN LINKS | 001 |
| 50 | A1299100261 | ARRETIERUNG Ersetzt durch: A 129 910 14 61 | |
| 50 | A1299101461 | ARRETIERUNG AUSSEN RECHTS | 001 |
| 53 | A1299100374 | ZUG ENTRIEGELUNG AUSSEN | 002 |
| 56 | A1299900921 | SCHRAUBE ENTRIEGELUNG AN RAHMEN | 006 |
| 59 | A1299901840 | SCHEIBE ENTRIEGELUNG AN RAHMEN | 006 |
| 62 | A1299925901 | BUECHSE | 002 |
| 65 | A1299925801 | BUECHSE | 002 |
| 68 | A1299923201 | BUECHSE | 002 |
| 71 | A1299923401 | BUECHSE | 002 |
| 74 | A1299923501 | BUECHSE | 001 |
| 77 | A1299923601 | BUECHSE | 001 |
| 80 | A1299900921 | SCHRAUBE RAHMEN INNEN UND AUSSEN | 004 |
| 83 | A1299901840 | SCHEIBE RAHMEN INNEN UND AUSSEN | 004 |
| 86 | A1299840429 | SCHRAUBE QUERTRAEGER AN RAHMEN UND SCHIENE AUSSEN | 002 |
| 89 | A1839904240 | SCHEIBE | 002 |
| 92 | A1299921901 | BUECHSE | 002 |
| 95 | A1299901012 | SCHRAUBE QUERTRAEGER AN RAHMEN UND SCHIENE INNEN | 002 |
| 98 | A1839904240 | SCHEIBE | 002 |
| 101 | A1299922001 | BUECHSE | 002 |
| 104 | A1299100995 | TRAEGER LINKS | 001 |
| 104 | A1299101095 | TRAEGER RECHTS | 001 |
| 107 | A1299924401 | BUECHSE | 004 |
| 110 | A1299924801 | BUECHSE | 004 |
| 113 | A1299925901 | BUECHSE | 004 |
| 116 | A1299100196 | VERBINDUNG | 002 |
| 119 | A1299100396 | VERBINDUNG | 002 |
| 122 | A1299100496 | VERBINDUNG Ersetzt durch: A 129 910 05 96 | |
| 122 | A1299100596 | VERBINDUNG | 002 |
| 125 | A1299190042 | LAGER | 004 |
| 128 | A1299190015 | BOLZEN | 004 |
| 131 | N006799010001 | SICH.SCHEIBE | 008 |
| 134 | A1299190478 | BUEGEL | 004 |
| 137 | A1299190714 | HALTER | 004 |
| 140 | A1299900921 | SCHRAUBE | 004 |
| 143 | A1299901840 | SCHEIBE | 004 |
| 146 | A1299100296 | VERBINDUNG MOTOR AN GETRIEBE | 004 |
| 149 | A1299190330 | VERBINDUNG GETRIEBE FUER HOEHENVERSTELLUNG HINTEN ,LINKER SITZ | 001 |
| 149 | A1299190430 | VERBINDUNG GETRIEBE FUER HOEHENVERSTELLUNG HINTEN ,RECHTER SITZ | 001 |
| 152 | N007991004002 | SCHRAUBE | 008 |
| 155 | A1299100789 | FUEHR.SCHIENE LINKER SITZ,LINKS | 001 |
| 155 | A1299100889 | FUEHR.SCHIENE RECHTER SITZ,RECHTS | 001 |
| 158 | A1299100589 | FUEHR.SCHIENE LINKER SITZ,RECHTS | 001 |
| 158 | A1299100689 | FUEHR.SCHIENE RECHTER SITZ,LINKS | 001 |
| 161 | A1299910401 | BOLZEN GETRIEBE AN RAHMEN AUSSEN | 002 |
| 164 | N000471016001 | SICHERUNGSRING Ersetzt durch: A 007 994 20 41 | |
| 164 | A0079942041 | SICHERUNG GETRIEBE AN RAHMEN AUSSEN | 002 |
| 167 | A1299912101 | BOLZEN GETRIEBE AN VERSTEIFUNG | 002 |
| 170 | N000471016001 | SICHERUNGSRING Ersetzt durch: A 007 994 20 41 | |
| 170 | A0079942041 | SICHERUNG GETRIEBE AN VERSTEIFUNG | 002 |
| 176 | A1299190337 | FEDER LINKS | 001 |
| 176 | A1299190437 | FEDER RECHTS | 001 |
| 179 | A1299910701 | BOLZEN | 002 |
| 182 | N006799015003 | SICH.SCHEIBE | 002 |
| 185 | A1299910601 | BOLZEN | 002 |
| 188 | N000471018001 | SICHERUNGSRING | 002 |
| 191 | A1299902940 | SCHEIBE | 002 |
| 194 | A1299190028 | BUCHSE WEISS | 002 |
| 197 | A1299190228 | BUCHSE SITZBEFESTIGUNGSSCHIENE | 002 |
| 200 | A1299900012 | SCHRAUBE SITZBEFESTIGUNGSSCHIENE | 016 |
| 203 | A0019902891 | STECKMUTTER Ersetzt durch: A 001 990 64 91 | 006 |
| 203 | A0019906491 | MUTTERHALTER SITZBEFESTIGUNGSSCHIENE | 006 |
| 215 | A1298601985 | SICHERHEITSGURT OHNE VERSCHLUSS,FAHRERSITZ LINKS | 001 |
| 215 | A1298602185 | SICHERHEITSGURT OHNE VERSCHLUSS,FAHRERSITZ LINKS | 001 |
| 215 | A1298602185 | SICHERHEITSGURT OHNE VERSCHLUSS,FAHRERSITZ LINKS | 001 |
| 215 | A1298602385 | SICHERHEITSGURT OHNE VERSCHLUSS, FAHRERSITZ LINKS; 300 MM LAENGER | 001 |
| 215 | A1298602385 | SICHERHEITSGURT OHNE VERSCHLUSS, FAHRERSITZ LINKS; 300 MM LAENGER | 001 |
| 215 | A1298602285 | SICHERHEITSGURT OHNE VERSCHLUSS,FAHRERSITZ RECHTS | 001 |
| 215 | A1298602285 | SICHERHEITSGURT OHNE VERSCHLUSS,FAHRERSITZ RECHTS | 001 |
| 215 | A1298602485 | SICHERHEITSGURT OHNE VERSCHLUSS, FAHRERSITZ RECHTS; 300 MM LAENGER | 001 |
| 215 | A1298602485 | SICHERHEITSGURT OHNE VERSCHLUSS, FAHRERSITZ RECHTS; 300 MM LAENGER | 001 |
| 218 | A1298680071 | SCHRAUBE UMLENKBUEGEL | 002 |
| 221 | A0009907448 | SCHEIBE UMLENKBUEGEL | 002 |
| 224 | A1299902140 | SCHEIBE UMLENKBUEGEL | 002 |
| 227 | A1239840333 | SCHRAUBE GURT-ENDBESCHLAG | 002 |
| 227 | A1299840233 | SCHRAUBE GURT-ENDBESCHLAG | 002 |
| 230 | A1239920205 | BUECHSE GURT-ENDBESCHLAG | 004 |
| 233 | A1299902340 | SCHEIBE GURT-ENDBESCHLAG | 002 |
| 233 | A1159906040 | SCHEIBE GURT-ENDBESCHLAG | 002 |
| 236 | N000988011100 | PASS-SCHEIBE GURT-ENDBESCHLAG | 002 |
| 239 | A1298680087 | ANSCHLAG OBERTEIL | 002 |
| 242 | A1298680187 | ANSCHLAG UNTERTEIL | 002 |
| 245 | A1299902412 | SCHRAUBE AUFROLLAUTOMAT | 002 |
| 248 | A1299901640 | SCHEIBE AUFROLLAUTOMAT | 002 |
| 251 | A1299840522 | BLECHMUTTER GURT-ENDBESCHLAG | 002 |
| 251 | A1299840822 | BLECHMUTTER GURT-ENDBESCHLAG | 002 |
| 254 | A1298601969 | VERSCHLUSS Ersetzt durch: A 129 860 23 69 | |
| 254 | A1298602369 | VERSCHLUSS Ersetzt durch: A 129 860 27 69 • +001 A 129 984 05 22 • +001 A 129 990 16 40 | |
| 254 | A1298602769 | VERSCHLUSS LINKER SITZ;MIT AIRBAG UND WARNSUMMER | 001 |
| 254 | A1298602069 | VERSCHLUSS Ersetzt durch: A 129 860 26 69 • +001 A 129 984 05 22 • +001 A 129 990 16 40 | |
| 254 | A1298602669 | VERSCHLUSS RECHTER SITZ;MIT AIRBAG | 001 |
| 257 | A1299840033 | SCHRAUBE GURTSCHLOSS AN FAHRERSITZ | 002 |
| 257 | A1299840333 | SCHRAUBE GURTSCHLOSS AN FAHRERSITZ | 002 |
| 260 | A1079930026 | TELLERFEDER GURTSCHLOSS AN FAHRERSITZ | 002 |
| 263 | N000988011100 | PASS-SCHEIBE GURTSCHLOSS AN FAHRERSITZ | 002 |
| 266 | A1299902340 | SCHEIBE GURTSCHLOSS AN FAHRERSITZ | 002 |
| 266 | A1159906640 | SCHEIBE GURTSCHLOSS AN FAHRERSITZ | 002 |
| 269 | A1299840522 | BLECHMUTTER GURTSCHLOSS AN FAHRERSITZ | 002 |
| 269 | A1299840822 | BLECHMUTTER GURTSCHLOSS AN FAHRERSITZ | 002 |
| 272 | A1298600188 | VERSTELLUNG Ersetzt durch: A 129 860 03 88 | |
| 272 | A1298600388 | VERSTELLUNG LINKER SITZ | 001 |
| 272 | A1298600288 | VERSTELLUNG Ersetzt durch: A 129 860 04 88 | |
| 272 | A1298600488 | VERSTELLUNG RECHTER SITZ | 001 |
| 275 | A1298600039 | WELLE | 002 |
| 278 | A1298210034 | FEDER BIEGSAME WELLE AN MOTOR | 002 |
| 281 | A1299902512 | SCHRAUBE Ersetzt durch: A 129 990 36 12 | |
| 281 | A1299903612 | SCHRAUBE GURTVERSTELLUNG | 004 |
| 284 | A1839903540 | SCHEIBE GURTVERSTELLUNG | 004 |
| 287 | A0008602280 | FEUERLOESCHER Ersetzt durch: A 000 860 33 80 • +001 A 000 866 02 14 • +001 A 000 866 05 71 | |
| 287 | A0008603380 | FEUERLOESCHER | 001 |
| 287 | A0008603380 | FEUERLOESCHER | 001 |
| 290 | A1298680012 | WINKEL | 001 |
| 293 | A1299900512 | SCHRAUBE WINKEL AN QUERTRAEGER VORN | 002 |
| 296 | A1298600114 | HALTER | 001 |
| 297 | A0008660214 | HALTER FEUERLOESCHER | 001 |
| 298 | A0008660571 | SPANNBAND HALTERUNG FEUERLOESCHER | 001 |
| 299 | A1298681039 | ABDECKUNG | 001 |
| 299 | A1298681039 | ABDECKUNG | 001 |
| 302 | A0019978686 | STOPFEN ABDECKUNG AN HALTER | 002 |
| 305 | A1129900042 | SCHEIBE Ersetzt durch: A 301 990 00 42 | |
| 305 | A3019900042 | SCHEIBE HALTER AN WINKEL | 002 |
| 308 | A0019942845 | SICHERUNG HALTER AN WINKEL | 002 |
| 311 | N007983004333 | BLECHSCHRAUBE HALTER AN WINKEL | 002 |
| 314 | A0019905491 | MUTTERHALTER AN FAHRERNEBENSITZ | 001 |
Traumhafter Erfolg bei der Lederpflege am SL
Text und Fotos: Kurt Schendler (CR16/S83)
Wer kennt sie nicht, die „Problemstelle“ am Lederpolster der Rückenlehne des Fahrersitzes unserer R129?
Wenig gute, aber häufig teure Ausbesserungen durch Einnähen von Ersatz-Lederteilen an dieser Stelle, wie ich sie leider an verschiedenen Fahrzeugen sehen konnte, ließen mich nach einer alternativen Lösung dieser Schadensbeseitigung suchen. Tatsächlich fand ich auch etwas. Vor einigen Jahren stieß ich bei einem Messebesuch auf den Stand einer Firma, die sich mit Lederinstandsetzung und Lederpflege präsentierte. Nach meiner Problemdarstellung überreichte man mir dort, sehr überzeugend, ein kleines Fläschchen Lederfarbe mit einem ebenso sehr kleinen Schwamm und dem Hinweis, dass damit alle Kratz- und Scheuerpuren an der Wange des Lederpolsters spurlos zu beseitigen wären. Noch leicht ungläubig wagte ich mich an den Einsatz dieses Mittels heran und war erstaunt, wie leicht sich tatsächlich alle Schadstellen beseitigen ließen. Der kaum enden wollende Inhalt des Fläschchens erfreut mich heute noch, da man zur Beseitigung von Kratzern nur sehr wenig Lederfarbe benötigt.
Bei der Arbeit an unserem R129 SL-Club-Messestand auf der diesjährigen „Bremen Classic Motorshow“ erhielten wir Besuch von Herrn Jörg Rausch, der sich als Geschäftsführer der Lederzentrum GmbH Rosdorf bei Göttingen zu erkennen gab. Sofort konnte ich aus positiver Betroffenheit dieses Unternehmen zuordnen und lobte ihm gegenüber meinen hervorragenden Einsatz der aus seiner Firma stammenden Lederfarbe. Seine charmante Antwort dazu war, dass man unter Verwendung einer Vielzahl der Produkte seines Unternehmens wesentlich mehr leisten könne, als nur diese Art von Lederschäden zu beheben.
Wir sollten doch mal mit einem unserer Clubfahrzeuge in seiner Firma erscheinen, um uns ein größeres Leistungsspektrum der Lederreparatur und –pflege vorführen zu lassen.
Mein Clubfreund Heinrich Kornek hatte sich im Jahr 2009 den Wunsch nach einem SL500 mit hellgrauer Leder-Innenausstattung erfüllen können. Jedoch leider mit einigen nicht unerheblichen Gebrauchsspuren im, bei dieser hellen Farbe, sehr sensiblen Innenraum. Schäden im Leder des Fahrersitzes sowie auch im Kunstleder der Seitenverkleidungen waren teils so erheblich, dass ich an eine spurlose Reparatur nicht glauben wollte. Nach Zusendung der Fotos zum Schadensumfang kam vom Lederzentrum überraschend die Antwort: „Der Fall ist ideal und hat alle typischen Schäden, die man sich für eine Vorführung wünschen könnte. Das Leder wird wieder schön!“-
Die Sitzwange vorher und nach dem Reinigen, Entfetten, Glattschleifen, der Farblichen Angleichung und der Pflege.
Das Vorschleifen zum Glätten ist wichtig, damit nach der Färbung die Oberfläche schön glatt wird.
Immer noch etwas skeptisch machten wir uns zum verabredeten Zeitpunkt auf den Weg nach Rosdorf. Was uns dort dann vorgeführt wurde, besagt die Überschrift dieses Artikels. Wenn man nicht selber erlebt hätte, wie sich die Wandlung vom schlechten Zustand zum traumhaften Endergebnis vollzog, würde man der Fotodokumentation unterstellen können, dass man vorher ein Neufahrzeug fotografiert hätte, das nachträglich beschädigt wurde.
Ein Riss im Leder, direkt im Einstieg.
Schleifen, mit Flüssigleder füllen, nachglätten und farblich angleichen….
Mit dem Ergebnis kann man Leben.
Beginnend mit der Reinigung des Leders, über die Anmischung der konkret identischen Lederfarbe des Autos, den Einsatz von Flüssigleder bei der Beseitigung von Rissen, die Schadensbehebung im Kunstleder mit allen dazu nötigen Arbeitsschritten, Einsatz der dabei verwendeten Produkte und so weiter, ist nicht möglich, in textlich kurzer Form zu berichten. Man sollte sich dazu die Zeit nehmen und im Internet unter http://www.youtube.com/user/lederzentrum#p/u die traumhafte Wandlung des Classic-Roadsters anschauen.
Die Farbauffrischung und einen Riss reparieren kann jeder machen. Beim kapitalen Schaden im Kunstleder zeigten die Künstler vom Lederzentrum, warum die Profis ihre Berechtigung haben.
Fondsitze im R129
Text: Karl Kübler (CR12/S12)
Immer wieder kommen Nachfragen zum Thema "Fondsitze" im R129. Deshalb ein kurzes Statement aus der ehemaligen Entwicklungsphase, zum Maßkonzept und auch zum nachträglichen Einbau.
- Fondsitze sind ehemals nur zu ca. 6% ab Werk als SA geordert worden, also in geringer Stückzahl.
- Fondsitze und Bose Sound-System schließen sich aus, da Bassbox und Verstärker im Fondraum links untergebracht sind.
- Ein Umbau nach MB-Anleitung ist auch für handwerklich begabte Leute machbar (siehe R129-Classic Roadster 02/2006, Seite 32).
- Fondsitzbank kpl. ist im diversen Handel käuflich zu erwerben, so um die 1000.- EUR.
- Nach Umbau ist es empfehlenswert, dies im Fahrzeugbrief zu ergänzen, sofern n. n. eingetragen (2+2-Sitzer u. max.2x50 kg Belast.).
- Maßkonzeptauslegung war die 5%-Frau nach SAE-Schablone von 1975, d. h. nur 5% der Frauen sind/waren kleiner.
- 5%-Frau misst von Sitzfläche bis Oberkante Kopf ca. 83cm (gibt in gerader Sitzposition eine Überschneidung von Kopf/Überrollbügel).
- Bügel ist für den Notfall dick gepolstert, sollte aber lt. R129-Bedienungsanleitung aufgestellt werden, wenn Fond mit Personen besetzt.
- Vordersitz/Sitzverstelldiagramm ist bei Belegung der 5%-Frau zwangsläufig ganz vorn und oben.
- Alter der Kinder oder Personen spielt keine Rolle, nur die Größe 150 cm und Gewicht 50 kg sind entscheidend.
- Bei Gegenständen im Fondraum muss Bahnkurve des Ü-Bügels frei sein.
Wie gesagt, das war der Stand 1989, am Ende der Entwicklung und bei Serienbeginn. Ab 08.04.2003 gilt nach StVO §21 für den R129 mit Zweipunktgurten hinten:
- Keine Kinder bis zum 3. Lebensjahr, außer wenn nach ECE-Prüfnorm 44/03 oder 44/04 neueste Rückhaltesysteme vorhanden.
- Kinder zwischen 3 und 12 Jahren, jedoch kleiner als 150cm, dürfen nur in amtlich genehmigten Rückhaltesystemen nach StVO §21 mitgenommen werden.
- Kinder ab 12 Jahren (i.d.R. größer als 150cm) dürfen mitgenommen werden.
Diese Auslegungen/Empfehlungen sind nur ein grober Hinweis, dass das Thema inzwischen sehr kritisch gesehen werden sollte. Viele Besitzer handhaben dies oft sehr „hemdsärmelig“, sowohl von der Sitzbelegung als auch von einem gebastelten Umbau. Es ist aber sinnvoll, sich aus Sicherheits- und Versicherungsgründen strikt an die StVO-Vorschriften zu halten.
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Nachrüstung Notsitzbank
Text und Fotos: Reinhard Schwab (CR04/S18)
Umbauanleitung zur Nachrüstung des R129 mit Notsitzen, zunächst sollte man sicher sein, dass man alle Teile hat:
- eine Sitzbank
- zwei Rückenlehnen
- zwei Beckengurte
- zwei Gurtschlösser
- zwei Arretierungshaken für die Rückenlehnen
- zwei Klammern für die Befestigung der Sitzbank (orange)
- sowie die ensprechenden Schrauben
Ich habe beim Ausbau vergessen, die ersten Schritte mit Fotos festzuhalten. Ich hoffe, die Erklärungen helfen weiter. Als erstes muss die komplette hintere Ablage raus. Wer ein Bose-Soundsystem drin hat so wie ich, fängt am besten auf der Beifahrerseite an. Deckel aufklappen und die innere Plastikabdeckung rausnehmen (einmal angeschraubt am Tunnel).
Dann sieht man schon die Befestigung vorne. Diese losschrauben. Nun auf der anderen Seite die Bassbox und Subwoofer entfernen.
Drei Schrauben und Stecker lösen. Beides rausnehmen (Bei mir hat die Bassbox gut gehalten, fast wie geklebt.). Jetzt auch auf dieser Seite die Befestigung vorne abschrauben. Als Nächstes die Kontakte der verschließbaren Deckel lösen und das ganze Teil wegnehmen.
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Jetzt muss die hintere Verkleidung raus, aber vorher erst noch markieren, wo die Rückenlehnen verschraubt werden. Wenn man sich die Rückenlehen betrachtet, sieht man die beiden Laschen, die nachher am Fahrzeug verschraubt werden. Es gibt entsprechende Aufnahmen an der Karosserie für diese Laschen. Hierzu einfach einen stabilen Draht nehmen (5-10 cm, oder etwas anderes, was sich hinter die Verkleidung führen lässt), hinter die Verkleidung führen und dann von links und rechts die Aufnahmen erfühlen und mit Edding vorne markieren. Das muss nämlich nachher ausgeschnitten werden.
Um die Verkleidung wegzunehmen, zunächst auf beiden Seiten die Gummidichtung wegnehmen (siehe Abb. 1), danach auf beiden Seiten die sichtbaren Plastikkappen lösen und Schrauben entfernen (im Bild nicht direkt zu sehen, Abb. 2).
Danach vorsichtig die Verkleidung wegnehmen. Sie ist noch an verschiedenen Punkten mit Steckstiften gesichert, einfach vorsichtig herausziehen. Jetzt kann man die Gurte und Gurtschlösser befestigen. Über den entsprechenden Aufnahmen verläuft Teppichmaterial, einfach vorsichtig anheben, dann sieht man bereits auf der Rückseite die Markierungen, an welchen eingeschnitten werden muss.
Auf der Fahrerseite ist zum Kofferraum hin noch eine Lasche (Winkel) angebracht, an welcher die Bassbox angeschraubt war. Diese Lasche muss weg. Ich habe sie mit einer Blechschere unten eingeschnitten und dann nach unten gebogen. Bei Bedarf kann man diese wieder nach oben biegen und wiederverwenden. Jetzt mal die beiden Klammern einstecken und die Sitzbank probehalber installieren.
Nun geht es an die Ausschnitte für die Laschen der Rücklehnen. In der Breite ist ja angezeichnet, noch die Höhe messen und weg damit. Nicht wegschmeissen, kann sein, man braucht es noch (erkläre ich gleich). Die Löcher für die Arretierung der Rückenlehnen müssen nun angebracht werden. Hier gibt es leider keine werksseitige Markierung. Da muss man einfach mal messen und mit gutem Augenmass dran gehen. Am besten das Loch erstmal noch etwas kleiner wählen, falls man nicht genau dort ausschneidet, wo nachher die Arretierung rausschaut. Falls man etwas daneben liegt, kann man die anderen Teile, die man nicht wegschmeissen sollte, wieder dazu verwenden, das zu grosse Loch wieder zu verkleinern.
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Bevor man nun wieder alles zusammenbaut, muss der Subwoofer noch irgendwo hin. Ich habe ihn hinter dem Fahrersitz platziert (Abb. 2). Hierzu muss das Anschlusskabel herausverlegt werden. Man muss dazu die Teppichverkleidung im Fussraum lösen und dann das Kabel unten durchführen.
Jetzt kann alles wieder vorsichtig zusammengebaut werden. Leider ohne Bassbox.
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